Kaschmir : 20.000 Hindus fliehen vor Extremisten

Rund 20.000 Menschen sind in den vergangenen Wochen aus der zwischen Indien und Pakistan umstrittenen Region Kaschmir geflohen. Grund sind Drohungen muslimischer Extremisten nach dem vermeintlichen Mord an einem Mädchen.

SrinagarDie Zahl der meist hinduistischen Flüchtlinge droht noch weiter zu steigen, sagte der Gouverneur der indischen Provinz, S.K. Sinha. Zwei der schlechtbezahlten Wanderarbeiter, die sich in Kaschmir als Maurer, Tischler, Maler oder Friseure verdingen, sollen im Juli ein muslimisches Mädchen vergewaltigt und getötet haben. Die militante Organisation Hizbul Mujahedin bedrohte darauf alle Arbeiter, die in der Region verblieben.

Gouverneur Sinha bezeichnete die Massenflucht als "erneute ethnische Säuberung" der Region durch Extremisten, die ein unabhängiges Kaschmir oder den Anschluss an Pakistan anstreben. Wanderarbeiter berichteten von einer zunehmenden Feindseligkeit der örtlichen Bevölkerung. Presseberichten zufolge gibt es in Kaschmir rund 100.000 Wanderarbeiter. (mit AFP)