Kaukasus : Südossetien: Georgien hat Waffenruhe gebrochen

Im Kaukasuskonflikt hat Südossetien am Samstag Georgien erneut den Bruch der Waffenruhe vorgeworfen. Das georgische Innenministerium behauptet, russische Soldaten hätten in die Luft gefeuert. Die Männer seien betrunken gewesen.

Moskau/Zchinwali Die georgische Seite habe am Morgen südossetische Wachposten beschossen, sagte Innenminister Michail Mindsajew nach Angaben der Agentur Interfax in Zchinwali. Niemand sei verletzt worden. Die Schüsse seien mit Maschinengewehren aus dem georgischen Dorf Nikosi abgegeben worden, als die Südosseten ihre Posten an der Grenze bezogen. Laut dem Sprecher des georgischen Innenministeriums, Schota Utjaschwili, wurden die Schüsse von betrunkenen russischen Soldaten abgefeuert. Diese hätten an einem Grenzposten nahe Nikosi in die Luft geschossen.

Südossetien und Georgien haben sich seit Ende des Krieges im August immer wieder gegenseitig den Bruch der Waffenruhe vorgeworfen. Nach dem Rückzug der russischen Soldaten aus den "Pufferzonen" um Südossetien und um die ebenfalls von Georgien abtrünnige Region Abchasien sollen EU-Beobachter dort für Sicherheit sorgen. Russland hat angekündigt, in Südossetien und Abchasien jeweils 3800 Soldaten zum Schutz vor georgischen Angriffen zu stationieren. (mfa/dpa/AFP)