Der Tagesspiegel : Keine Anklage gegen Heinsohn Bremer Professor hatte Hartz-IV-Empfänger kritisiert

Die Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main hat zwei Volksverhetzungs- und Beleidigungsanzeigen gegen den Bremer Sozialpädagogikprofessor Gunnar Heinsohn zu den Akten gelegt. Der pensionierte 66-Jährige hatte kürzlich gefordert, Hartz IV auf fünf Jahre zu befristen, um Frauen aus der Unterschicht vom Gebären angeblich gewalttätiger Jungen abzuhalten. Daraufhin gingen bei der Frankfurter Staatsanwaltschaft zwei Strafanzeigen ein. Er habe die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens abgelehnt, da keine Straftat erkennbar sei, erklärte der Frankfurter Oberstaatsanwalt auf Anfrage. Mehr als 50 weitere Anzeigen seien in Bremen eingegangen und würden ebenfalls in Frankfurt bearbeitet. Mit diesen Anzeigen werde er so verfahren wie mit den ersten, falls darin nicht neue Argumente stünden.

Eine Grundthese Heinsohns lautet, dass Gesellschaften mit besonders vielen jungen Männern weltweit die Hauptursache für Kriege, Terrorismus und Massenkriminalität seien. Damit zielt er vor allem auf muslimisch geprägte Länder. stg

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