Der Tagesspiegel : Kick-back-Verfahren

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Bei so genannten Kick-backs handelt es sich um illegale Rückflüsse von Geldern aus scheinbar legalen Aufträgen.

Beispiel eins: Das Aubis-Imperium von Klaus Wienhold und Christian Neuling. Die Kreditnehmer der Bankgesellschaft schlossen für ihre Immobilien Verträge über die Lieferung von Wärme mit einer angeblich eigenständigen Firma ab. Die Preise lagen laut Staatsanwaltschaft weit über den am Markt sonst üblichen Kosten. Und: die angeblich eigenständige Firma soll Teil des Aubis-Imperiums gewesen sein. Die Wärmepreise sollen deshalb so hoch gewesen sein, weil ein Teil der Rechnungsbeträge auf die Konten der Aubis-Manager zurückflossen.

Beispiel zwei: Ein Bauträger bewirbt sich bei der öffentlichen Ausschreibung um den Bau einer Bibliothek. Dem Beamten der Baubehörde verspricht er 20000 Euro, wenn er den Auftrag bekommt. Der Beamte willigt ein. Nun erhöht der Bauträger die Auftragssumme um das Bestechungsgeld - den Auftrag bekommt er ja sowieso. Dabei machen sich beide strafbar: Wegen Bestechung, Bestechlichkeit und der Beamte ferner wegen Steuerhinterziehung. ball

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