Kinderschutz : Rupprecht fordert verstärkte Kontrollen

Brandenburgs Bildungsminister Holger Rupprecht fordert im Kampf gegen Kindesmisshandlungen eine verbesserte Arbeit und Kooperation der verantwortlichen Institutionen.

Potsdam/Berlin - Auch die Fehleranalyse müsse effizienter werden, sagte Rupprecht (SPD) aus Anlass der Jugendministerkonferenz. Die jüngst in der Öffentlichkeit bekannt gewordenen Fälle von Kindesmisshandlungen zeigten, dass die Unterstützungsmaßnahmen der Jugendhilfe für Familien mit Kontrollen verzahnt werden müssten, sagte der Minister. Die zuständigen Ämter müssten schneller und effizienter eingreifen können als bisher.

Rupprecht betonte ferner, die Zusammenarbeit von Jugendämtern, Gesundheitsdiensten, Polizei, Kindertagesstätten, Schulen, Gerichten oder Frauenhäusern sei eine wichtige Voraussetzung für einen wirksamen Kinderschutz. Dieser müsse dabei Vorrang vor dem Datenschutz haben.

Effizientere Fehleranalyse gefordert

Ebenso wichtig ist Rupprecht zufolge eine effizientere Fehleranalyse in den Fällen, in denen Kinder in ihren Familien zu Schaden gekommen sind. In die Analyse müssten sowohl die Arbeitsstrukturen in den betroffenen Ämtern als auch die Formen der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Stellen sowie die Unterstützung und Fortbildung der zuständigen Fachkräfte einbezogen werden. An solchen Fehleranalysen habe es in der Vergangenheit häufig gefehlt.

Rupprecht erklärte, als künftiger Vorsitzender der Jugendministerkonferenz werde er im kommenden Jahr darauf drängen, den Schutz von Kindern weiter zu verbessern. (tso/ddp)

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