Kintertagesstätten : Mehr als ein Drittel der Erzieher älter als 51

In Brandenburgs Kitas steht ein Generationswechsel bevor. Derzeit sei knapp ein Drittel der insgesamt rund 12.600 Erzieher zwischen 51 und 60 Jahre alt, so Jugendminister Rupprecht.

Potsdam - Knapp sechs Prozent der Erzieher sind älter als 60 Jahre. Der Anteil junger Erzieher bis 25 Jahre beträgt dagegen nur 1,6 Prozent. Lediglich etwa drei Prozent sind zwischen 26 und 30 Jahre alt.

Rupprecht betonte, die Erzieher gingen im Schnitt mit 62 in Rente. Demnach scheiden bis 2010 mehr als 1500 Erzieher aus dem Berufsleben aus. Da viele Erzieher in Teilzeit arbeiten, werden bis zum Ende des Jahrzehnts rein rechnerisch mehr als 1000 Stellen frei. Laut Rupprecht müssen in den einzelnen Jahren zwischen 203 und 298 Stellen besetzt werden.

Nachfrage nach Erzieher-Ausbildung steigt

Das ist nach Einschätzung des Minister auch ohne Probleme möglich. Die Nachfrage nach einer Ausbildung als Erzieher steige. 2005 hätten sich 1327 junge Leute in einer Ausbildung befunden, davon knapp 578 im ersten, 403 im zweiten und fast 346 im dritten Jahr. Selbst unter Berücksichtigung der Tatsache, dass nicht alle einen Abschluss erhielten oder nicht alle Absolventen eine Tätigkeit als Erzieher aufnehmen, seien die Ausbildungszahlen ausreichend. Der Bedarf an Erzieher-Nachwuchs könne gedeckt werden.

Bei dem Generationswechsel könnte sich auch der Anteil männlicher Erzieher deutlich erhöhen. Während derzeit nur 0,8 Prozent der Erzieher und 0,7 Prozent der Kita-Leiter männlich sind, beträgt der Anteil der Männer in der Ausbildung zum Erzieher 20 Prozent. (tso/ddp)

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