Klimaschutz : Steinmeier wirbt für "Koalition des guten Willens"

Während sich Kanzlerin Merkel zurzeit in Japan für den Klimaschutz ins Zeug legt, trifft Außenminister Steinmeier mit dem Thema in Kalifornien auf offene Ohren. Die "willigen" US-Bundesstaaten müssten in ein Klimaabkommen einbezogen werden, meint Steinmeier.

Steinmeier
Informiert sich über innovative Fahrzeugtechnik: Außenminister Steinmeier in Kalifornien. -Foto: dpa

San FranciscoBundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) wirbt in Kalifornien beim Klimaschutz für eine "Koalition des guten Willens" mit bei diesem Thema fortschrittlichen US-Bundesstaaten. Ziel seines Besuchs sei es, den europäischen Ansatz zur Reduzierung der Treibhausgase mit den diesbezüglichen Anstrengungen in Kalifornien zu harmonisieren, sagte Steinmeier in San Francisco. Am Mittag wolle er darüber mit dem kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger sprechen.

Auf die Frage, ob es sich hier um eine neue "Koalition der Willigen" handele, wie sie US-Präsident George W. Bush ohne Deutschland für den Irak-Krieg gebildet hatte, antwortete Steinmeier: "Es könnte eine Koalition des guten Willens werden." Der Minister äußerte die Hoffnung, dass sich Kalifornien auch an der Klimaschutz-Konferenz beteiligen könnte, die im September von der portugiesischen EU-Ratspräsidentschaft in Lissabon geplant ist.

Steinmeier sagte, in mehreren Gesprächen auf Arbeitsebene habe Schwarzenegger eine Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den Europäern erkennen lassen. Anders als US-Präsident George W. Bush plant Schwarzenegger gemeinsam mit anderen US-Bundesstaaten einen Einstieg in den Emissionshandel, wie er in Europa bereits Realität ist. (mit AFP)