Kommunalwahl : Geringfügig bessere Wahlbeteiligung

Bei den Brandenburger Kommunalwahlen liegt die Stimmabgabe der Wähler prozentual nur etwas über der Beteiligung von 2003. Am niedrigsten ist sie derzeit in Cottbus.

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Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck zeigte sich bester Laune bei der Stimmabgabe. -Foto: dpa

PotsdamBis 14 Uhr hatten landesweit 27 Prozent aller 2,14 Wahlberechtigten ihre Stimmen abgegeben, wie das Landeswahlbüro in Potsdam mitteilte. Im Jahr 2003 hatten bis 14 Uhr rund 25 Prozent von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht.

Seit acht Uhr hatten landesweit mehr als 3300 Wahllokale bis 18 Uhr geöffnet. Gewählt werden die Kreistage der 14 Landkreise, die Stadtverordnetenversammlungen der vier kreisfreien Städte sowie 416 Gemeindevertretungen und Stadtverordnetenversammlungen der kreisangehörigen Kommunen. Zudem sind 266 ehrenamtliche und vier hauptamtliche Bürgermeister zu bestimmen. Ferner werden 353 Ortsvorsteher sowie 1264 Ortsbeiräte gewählt.

Die höchste Wahlbeteiligung verzeichnete um 14 Uhr der Landkreis Dahme-Spreewald mit 32,2 Prozent. Die niedrigste Wahlbeteiligung meldete zu dieser Zeit die kreisfreie Stadt Cottbus mit 19,3 Prozent. Erste Ergebnisse sollen am späten Abend vorliegen.

In der Landeshauptstadt Potsdam waren bis 14 Uhr knapp 27 Prozent der 125.520 Stimmberechtigten wählen gegangen. Auch Ministerpräsident und SPD-Landeschef Matthias Platzeck hatte bereits am Vormittag seinen Stimmzettel ausgefüllt. In seinem Wahllokal in der Kindertagesstätte "Sankt Antonius" in Babelsberg erklärte der 54-Jährige noch einer älteren Wählerin den langen Stimmzettel.

2003 Wahlbeteiligung bei 35,4 Prozent

Kurz nach 16 Uhr meldete der Potsdamer Wahlleiter dann eine Wahlbeteiligung von 35,4 Prozent. Vor fünf Jahren hatten bis 18 Uhr 45,7 Prozent der Potsdamer Stimmberechtigten gewählt.

Für die Wahlen hatten 10 Parteien, 11 politische Vereinigungen, 44 Listenvereinigungen und 925 Wählergruppen Kandidaten aufgestellt. Die Parteien schickten 12.809 Bewerber ins Rennen geschickt, rund 100 weniger als 2003. Um knapp 60 auf 7369 sank die Zahl der Bewerber der Wählergruppen. Die Zahl der Einzelbewerber ging um 143 auf 790 zurück.

In Brandenburg werden alle fünf Jahre neue Kreis- und Gemeindeparlamente gewählt. 2003 hatte die CDU landesweit das beste Ergebnis erzielt. Sie kam auf 27,8 Prozent. Die SPD, bis dahin die unangefochtene Nummer eins, landete mit 23,5 Prozent auf Rang zwei. Die damalige PDS verzeichnete 21,3 Prozent. Für Sonntag wurde mit einem Sieg der SPD vor der Linken und der CDU gerechnet. Bei einer Umfrage Mitte September waren die SPD auf 36 Prozent, die Linke auf 27 Prozent und die CDU auf 20 Prozent gekommen.(imo/ddp)

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