Konflikt : Keine britischen Soldaten für den Kongo

David Miliband, der britische Außenminister, relativiert die Äußerungen seines Staatssekretärs, der die Entsendung von britischen Soldaten in den Kongo ins Gesprächs brachte. Dafür sehe er keine Notwendigkeit, so Miliband.

David Miliband
Der britische Außenminister David Miliband. -Foto: dpa

LondonDer britische Außenminister David Miliband sieht im Kongo-Konflikt keine Notwendigkeit für die Entsendung britischer Soldaten in die Krisenregion. Derzeit gebe es keine Pläne, Einheiten zur Unterstützung der UN-Friedenstruppen zu verlagern, sagte Miliband nach Angaben der britischen Nachrichtenagentur PA während des Besuchs eines Flüchtlingslagers in der Krisenregion. Es komme darauf an, die UN-Soldaten in die am schlimmsten vom Konflikt betroffenen Regionen zu schicken, damit die humanitäre Hilfe die Menschen dort erreiche. Miliband relativierte damit Äußerungen seines Staatssekretärs vom selben Tag.

Lord Mark Malloch-Brown, der im britischen Außenministerium für Afrika zuständig ist, hatte in einem BBC-Interview die Entsendung britischer und anderer europäischer Soldaten ins Gespräch gebracht. Falls die diplomatischen Bemühungen nicht dazu führten, die Kämpfe zwischen den Regierungstruppen und den Rebellen zu beenden, könnte dies eine Option sein, hatte er gesagt. "Wir müssen Pläne haben. Falls alles andere versagt, können wir nicht tatenlos zuschauen, wie sich die Gewalt ausbreitet", lauteten seine Worte. (jg/dpa)