Konjunktur : Chinas Wirtschaftswachstum bleibt stark

Die Zentralregierung in Peking versucht seit längerem, die Überhitzung der Konjunktur zu dämpfen, die die Inflation treibt. Dennoch kann China im zweiten Quartal 2007 ein Wirtschaftswachstum in Höhe von 11,9 Prozent vorweisen.

PekingTrotz einer Reihe von Maßnahmen zur Eindämmung der Konjunktur kann China im zweiten Quartal 2007 ein Wirtschaftswachstum in Höhe von 11,9 Prozent verzeichnen. Wie das Nationale Statistikbüro in Peking mitteilte, wuchs das Bruttoinlandsprodukt im ersten Halbjahr 2007 damit um 11,5 Prozent. Die Inflationsrate stieg im Juni auf 4,4 Prozent und lag damit in der ersten Jahreshälfte bei durchschnittlich 3,2 Prozent. Die Regierung in Peking hatte als Zielmarke für das laufende Jahr 3,0 Prozent vorgegeben.

Chinas Industrie steigerte ihre Produktion im ersten Halbjahr um 18,5 Prozent, wie das Statistikbüro weiter mitteilte. Allein im Juni lag die Industrieproduktion 19,4 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Die Sachinvestitionsquote stieg in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 25,9 Prozent. Der Sprecher des Nationalen Statistikbüros, Li Xiaochao, kündigte eine Verbesserung der "makroökonomischen Kontrollmechanismen" an.

Die Zentralregierung in Peking versucht seit längerem, die Überhitzung der Konjunktur zu dämpfen, die die Inflation treibt. Dazu gehören in diesem Jahr zwei Zinserhöhungen und bereits mehrfach verschärfte Pflichten der Banken zum Aufbau höherer Rücklagen, um dem Wirtschaftskreislauf Geld zu entziehen. Auch verhängte Peking Auflagen für die Exportwirtschaft, um den rasanten Anstieg der Exporte zu bremsen. Trotzdem verbuchte China im Juni mit fast 27 Milliarden Dollar den bislang höchsten in einem Monat erzielten Handelsüberschuss. Konjunkturexperten hatten erst am Mittwoch erklärt, dass China Deutschland bis Ende des Jahres vom Platz der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt verdrängt haben dürfte. (mit AFP)