Konjunktur : US-Wirtschaft kommt wieder in Fahrt

Nach einer Durststrecke erhält die US-Wirtschaft wieder Zuwachs. Grund sind robuste Verbraucherausgaben und gestiegene Exporte. Bei der Konjunkturentwicklung könnte der Euro-Raum die USA aber schon in diesem Jahr überholen.

Die US-Wirtschaft erholt sich nach der Schwäche in den ersten drei Monaten des Jahres wieder. Das Bruttoinlandsprodukt sei im zweiten Quartal mit einer hochgerechneten Jahresrate von 3,4 Prozent gewachsen, teilte das US-Handelsministerium mit. Im ersten Quartal hatte das Plus nach revidierten Angaben nur 0,6 Prozent betragen. Die jüngsten Angaben sind jedoch nur eine erste Schätzung, die sich noch stark ändern kann.

Nach Angaben des Ministeriums ist der Zuwachs unter anderem auf robuste Verbraucherausgaben sowie gestiegene Exporte und Staatsausgaben zurückzuführen. Die Importe seien zurückgegangen.

Euro-Raum könnte USA abhängen

Experten gehen davon aus, dass nach den ersten drei Monaten der konjunkturelle Tiefpunkt durchschritten ist. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte erst am Mittwoch die Einschätzung geäußert, dass die US-Wirtschaft im Laufe des Jahres erneut in Fahrt kommt und Mitte 2008 wieder ihrem Potenzial entsprechend wächst. Dennoch senkte die Finanzinstitution ihre Wachstumsprognose für die USA um 0,2 Prozentpunkte auf nur noch 2 Prozent in diesem Jahr. 2006 hatte das Wirtschaftswachstum noch 3,3 Prozent betragen.

Nach Einschätzung des IWF könnte der Euro-Raum in diesem Jahr die USA bei der Konjunkturentwicklung abhängen. Für die Länder mit der Gemeinschaftswährung erwartet der Fonds 2007 ein Plus von 2,6 Prozent, im nächsten Jahr dann 2,5 Prozent. In den USA soll das Wachstum 2008 aber auch wieder bei 2,8 Prozent liegen. (mit dpa)