Kopenhagen : Erneut eine Schule abgefackelt

In einem Kopenhagener Stadtteil zünden unbekannte Täter eine Gesamtschule an, die komplett niederbrennt. Die Polizei vermutet junge Migranten dahinter. Doch der Protest nach den Mohammed-Karikaturen scheint sich allmählich zu beruhigen.

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Entflammt: In Dänemark gibt es seit der wiederholten Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen Unruhen. -Foto: dpa

KopenhagenDer Welle von Brandstiftungen in Dänemark ist in der Nacht zum Sonntag erneut eine Schule zum Opfer gefallen. Wie die Polizei mitteilt, brannten Teile einer Gesamtschule im Kopenhagener Stadtteil Brønshøj nieder. Menschen wurden nicht verletzt. Die vor knapp einer Woche ausgebrochenen Unruhen werden Gruppen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund zugeschrieben.

Die Feuerwehr teilt mit, dass der Umfang der Brandstiftungen deutlich abgenommen habe. Es wurden auch keine Aktionen außerhalb der Hauptstadt mehr gemeldet. Die Regierung kündigt ein hartes Vorgehen gegen die Randalierer, aber auch verstärkte Anstrengungen zur Integration von Zuwanderer-Kindern an. Die Aktionen hatten bereits kurz vor Ausbruch eines neuen Streits um Mohammed-Karikaturen der dänischen Zeitung "Jyllands-Posten" begonnen. Ihre Bedeutung dabei gilt als begrenzt. (liv/dpa)