Krawalle in Frankreich : Sarkozy will Härte zeigen

Nach den Ausschreitungen in Frankreich fordert Nicolas Sarkozy eine konsequente Verfolgung der Gewalttäter. "Die Taten haben einen Namen, das ist versuchter Mord", sagte der Staatschef.

Sarkotzi
Krawalle in Frankreich. Staatschef Nicolas Sarkozy besucht einen verletzten Polizisten im Krankenhaus. -Foto: AFP

ParisWer auf Polizisten geschossen habe, werde sich vor einem Schwurgericht wiederfinden, kündigte Sarkozy am Morgen in Eaubonne an, wo er einen schwer verletzten Beamten im Krankenhaus besuchte. Auf Beamte zu schießen sei "überhaupt nicht hinnehmbar", betonte der Präsident. "Wir werden die Schützen finden." Sarkozy war während der Unruhen, die am Sonntagabend nach dem Tod von zwei Jugendlichen begonnen hatten, auf Staatsbesuch in China. Am Vormittag hielt er eine Sicherheitssitzung mit mehreren Ministern abhalten.

Die Behörden im Bezirk Val d'Oise hatten am Vorabend mitgeteilt, dass sie eine "Einzelperson" identifiziert hätten, die sich an den Angriffen auf den Kommissar in Villiers-le-Bel beteiligt habe. Bei den nächtlichen Ausschreitungen im Norden von Paris wurden laut Polizei allein in der Nacht gestern mehr als achtzig Einsatzkräfte verletzt, manche bekamen demnach Schrotladungen ab. Die Ausschreitungen hatten sich entwickelt, nachdem zwei Jungen aus Villiers-le-Bel auf einer Minicrossmaschine und ein Polizeiwagen zusammengestoßen waren. Die Jugendlichen starben am Unfallort. (ae/AFP)