Der Tagesspiegel : Kriegskasse des Soldatenkönigs gefunden

Fürstenwalde - Mit der Generalkriegskasse des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. (1688-1740) ist das Museum Fürstenwalde um ein bedeutendes Ausstellungsstück reicher. Die drei Zentner schwere Eichentruhe mit der Aufschrift „General Kriegska ...“ und den Initialen des Monarchen stand zuvor auf dem Dachboden einer stillgelegten Brauerei. Wie Museumsdirektor Guido Strohfeldt sagte, habe sich der Brauereierbe bereit erklärt, die Truhe dem Museum als Dauerleihgabe zu überlassen.

Darüber, wie der heute hochbetagte Mann in den Besitz der Kriegskasse gelangt sein könnte, wird derzeit noch spekuliert. Museumsdirektor Strohfeldt vermutet, dass die Truhe von der Großmutter des Mannes im vergangenen Jahrhundert bei einem Umzug von Berlin nach Fürstenwalde als Aussteuerkiste genutzt wurde. Wie die Frau ihrerseits zur Generalkriegskasse des Soldatenkönigs kam, ist noch völlig unklar.

Während der Herrschaft Friedrich Wilhelms I. existierten insgesamt vier Generalskriegskassen. Sie wurden zur Aufbewahrung eingenommener Steuergelder genutzt. Seit dem Zweiten Weltkrieg galten sie als zerstört. Die vermutlich letzte Generalkriegskasse werden Besucher ab Ende September in Fürstenwalde sehen können. Zunächst muss die verschmutzte Truhe gereinigt werden. ddp

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