Kriminalstatistik : Weniger ausländische Straftäter in Brandenburg

Gut für Brandenburg, schlecht für rechte Propaganda: In Brandenburgs Gefängnissen ist der Anteil nichtdeutscher Straftäter auf dem niedrigsten Stand seit 1990.

Potsdam Der Anteil ausländischer Straftäter in Brandenburgs Haftanstalten ist auf den niedrigsten Stand seit 17 Jahren gesunken. Heute kämen 11,2 Prozent der Inhaftierten aus anderen Staaten, wie das Justizministerium mitteilte. Im Jahr 1996 sei noch fast ein Drittel der Gefangenen ausländischer Herkunft gewesen.

Auch die Polizeistatistik weise einen rückläufigen Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger aus. Die Quote sei von 16,3 Prozent im Jahr 2004 auf 14,8 Prozent 2006 gesunken und habe im ersten Halbjahr 2007 bei 13,7 Prozent gelegen. "Diese Zahlen entlarven eindrucksvoll ein zentrales Propagandaargument rechtsextremer Parteien und Organisationen", sagte Justizministerin Beate Blechinger (CDU). Straftaten würden in Brandenburg überwiegend von deutschen Tätern begangen. Von den Ende Juni inhaftierten 1984 Straftätern waren 222 Ausländer, wie es weiter hieß.

Bei den Untersuchungsgefangenen ging der Ausländeranteil im Vergleich zum Vorjahr von 23,5 auf 17,8 Prozent zurück, bei den Strafgefangenen von 11,3 auf 10,8 Prozent. Die ausländischen Gefangenen kommen nach Angaben des Ministeriums aus 49 Ländern. Der größte Teil stamme aus Polen, gefolgt von Vietnam, Rumänien  und Litauen. (mit ddp)

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