Kultur-Herbst : Akademie der Künste widmet sich der Architektur

Mit drei Ausstellungen will die Berliner Akademie der Künste in diesem Herbst in ihrem Haus im Hansaviertel einen architekturhistorischen Schwerpunkt setzen.

BerlinIm Vordergrund stehen dabei im September die zwei wichtigen Jubiläen des Jahres, der 50. Jahrestag der Internationalen Bauausstellung 1957 ("Interbau 57") mit der Errichtung des Hansaviertels im Westen Berlins und das 100-jährige Bestehen des Deutschen Werkbundes. Im Oktober folgt eine Ausstellung über einen der bedeutendsten Architekten im 20. Jahrhundert, Hans Poelzig (1869-1936). Er hat unter anderem das Haus des Rundfunks, den heutigen Sitz des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb), entworfen.

Mehr als 50 international renommierte Architekten hatten vor 50 Jahren im Rahmen der Interbau das weitgehend kriegszerstörte Hansaviertel neu aufgebaut. "In Abgrenzung vom Wohnungsbau der DDR sowie von den Achsenplanungen der Nationalsozialisten sollte mit dem modernen Hansaviertel der Anschluss an die internationale, westliche Moderne wiederhergestellt werden", betonte die Akademie dazu in ihrer Ausstellungsankündigung. Anhand von bisher unveröffentlichtem Archivmaterial sowie einem interaktiven Modell wird erstmals umfassend die spannungsvolle Planungsgeschichte der Interbau und des Hansaviertels dargestellt.

Die Interbau-Ausstellung ist vom 8. September (zum Tag des offenen Denkmals) an am Hanseatenweg 10 geöffnet und bis zum 18. November zu sehen, die Werkbund-Ausstellung folgt ab 16. September. Die Poelzig- Ausstellung beginnt am 14. Oktober. (mit dpa)
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