Kultur :   NACHRICHT  

Franzosen erwägen Digitalisierung

von Büchern mit Google

Gespräche der französischen Nationalbibliothek mit Google über die Digitalisierung von Büchern sorgen in Frankreich für Wirbel. Große Verlage warnen davor, urheberrechtlich geschützte Werke gratis ins Internet zu stellen. Die Bibliothek de France betont jedoch, kein Abkommen mit Google über die Digitalisierung ihrer Bestände getroffen zu haben. Eine „private Partnerschaft“ sei aber nie ausgeschlossen worden, um „freien Zugang zu ausschließlich rechtefreien Büchern“ zu schaffen. Kulturstaatsminister Bernd Neumann warnte dazu in Berlin vor einem „faktischen Informationsmonopol“ von Google. Gegen das Einscannen rechtefreier Bücher sei nichts einzuwenden. Wer aber geschützte Werke ohne Zustimmung der Urheber ins Netz stelle, verstoße gegen europäisches Recht. Das zwischen Google und US-Verlegern beschlossene „Google Settlement“ berühre auch europäische Urheber; solchen Vorhaben trete die Bundesregierung vehement entgegen. Frankreichs Nationalbibliothek arbeitet an der Digitalisierung ihrer Bestände laufen. Kulturminister Frédéric Mittérand sieht dies als Teil einer „globalen Strategie“ der Kulturförderung. dpa

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