Kultur :   NACHRICHT  

Exil-chinesischer Autor Bei Ling: „Absurdes“ Symposium“

Der exil-chinesische Lyriker Bei Ling hat die China-Konferenz im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse in einem Beitrag für die „FAZ“ als „absurd“ bezeichnet. Als am Ende eine Diskussion „aus Zeitgründen“ abgebrochen worden sei, habe sich das Symposium „beinahe gänzlich zu einer Propagandaveranstaltung für die chinesische Erfolgsgeschichte gewandelt“. Bei Ling und die Umweltaktivistin Dai Qing waren von der Buchmesse auf Druck der chinesischen Mitveranstalter zuerst ausgeladen worden, durften nach öffentlicher Kritik als Gäste aber doch teilnehmen. Zwischen ihm und der chinesischen Delegation habe es während der zwei Tage „eine subtile Spannung (gegeben), eine Kälte, die sich anfühlte, als seien oppositionelle Kräfte hier zum Kampf angetreten“. Bei Ling warf Peking vor, jede chinesischsprachige Literatur, die sich außerhalb Chinas bewege, als „Nestbeschmutzer“ zu ignorieren. So werde der in Paris lebende Literaturnobelpreisträger Gao Xingjian als „französischer Schriftsteller“ bezeichnet. Bei Ling gab sich jedoch überzeugt davon, dass im Oktober auf der Buchmesse die chinesische Literatur „in vielen Tonlagen“ erklinge. „Denn sie kann sich nicht allein von der Stimme der chinesischen Regierung monopolisieren lassen.“ Tsp

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