Kultur :   NACHRICHTEN  

Nobelpreisträger Soyinka

will Preisgeld nicht annehmen

Literaturnobelpreisträger Wole Soyinka will das Preisgeld für den nigerianischen Nationalpreis nicht annehmen, den Preis selbst aber behalten. Das sagte er der nigerianischen Tageszeitung „The Guardian“, nachdem der Oberste Gerichtshof Nigerias die von Betrugsvorwürfen überschattete Präsidentenwahl 2007 für rechtens erklärt hatte. Soyinka sagte, er wolle den mit dem Preis verbundenen Scheck an den Gerichtshof weiterleiten. Die Richter, die das Minderheitenvotum vertreten hätten und überzeugt sind, dass es Wahlbetrug gegeben hat sollten sich von dem Geld „kugelsichere Jeeps“ anschaffen können, sagte Soyinka. Tsp

Deutsche Oper Berlin:

Gosch sagt Premiere ab

Aus gesundheitlichen Gründen hat Jürgen Gosch die „Carmen“-Inszenierung an der Deutschen Oper Berlin absagen müssen. Zur Premiere am 8. März wird stattdessen nun eine von Oberspielleiter Sören Schuhmacher überarbeitete Fassung der alten „Carmen“ von 1979 gezeigt werden. Gosch wurde für seinen „Onkel Wanja“ am Deutschen Theater Berlin zum Regisseur des Jahres 2008 gewählt. Am Sonnabend hat in der Volksbühne unter seiner Regie Tschechows „Möwe“ Premiere – eine Produktion des in Renovierung befindlichen Deutschen Theaters auswärts. Tsp

Orchesterstreiks

gehen weiter

Die deutsche Musikergewerkschaft will auch am Wochenende ihre Streiks fortsetzen. Am Mittwoch hatten Orchester in Braunschweig, Osnabrück und Wiesbaden gestreikt, am Donnerstag in Hamburg, Lübeck und Mannheim. Die Vorstellungen wurden ersatzweise von Pianisten am Flügel begleitet. Hintergrund der Streiks ist eine Tarifauseinandersetzung mit dem Deutschen Bühnenverein. Dabei geht es darum, ob die Musiker in subventionierten Kulturinstitutionen weiterhin automatisch von der Gehaltsentwicklung der staatlichen Angestellten profitieren können. Tsp

Berlinale 2009

wird digital

Bei der kommenden Berlinale (5. bis 15. Februar) werden 29 von insgesamt 49 Leinwänden mit digitalen Kinoservern ausgestattet sein. In der Filmverwaltung des Festivals wird ein sogenanntes Encoding-Studio mit drei Mastering-Stationen und einem zentralen Videoserver eingerichtet, teilt die Berlinale am Freitag mit. Dort werden künftig alle Filme digitalisiert und gespeichert. Vom Zeitpunkt des Encodings an liegen die Filmdateien nur noch in verschlüsselter Form vor und sind dadurch vor unbefugtem Zugriff geschützt. ddp

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