Kultur :   NACHRICHTEN  

Taslima Nasreen

findet Zuflucht in Paris

Die von islamischen Fundamentalisten mit dem Tod bedrohte Schriftstellerin Taslima Nasreen findet Zuflucht in Paris. Wie das Pariser Rathaus am Samstag mitteilte, erhält die Schriftstellerin eine Wohnung im zehnten Pariser Arrondissement. Die ersten Mietzahlungen würden von der Stadt übernommen. Nasreen, die Mitte vergangenen Jahres zur Ehrenbürgerin von Paris ernannt wurde, hatte sich vor anderthalb Monaten an die Stadt gewandt und um eine Bleibe gebeten. 1994 hatte sie aus ihrem Heimatland Bangladesch fliehen müssen, nachdem ihr Islamisten Gotteslästerung vorgeworfen hatten. Anlass war ihr Roman „Lajja“ gewesen, in dem sie das Leben einer von Muslimen verfolgten Hindu-Familie in Bangladesch beschreibt. Nach mehreren Jahren im Exil in Europa und den USA hatte sich Nasreen 2004 in Indien niedergelassen. Von dort war sie angesichts neuer Morddrohungen im Frühjahr 2008 nach Schweden gegangen. AFP

US-Krimiautor Donald Westlake

mit 75 Jahren gestorben

Der US-Schriftsteller Donald Westlake ist mit 75 Jahren gestorben. Er erlitt im Urlaub im mexikanischen San Tancho einen Herzinfarkt. Westlake schrieb mehr als 100 Bücher und diverse Drehbücher, darunter das zu Stephen Frears’ „Grifters“. Drei Mal erhielt der gebürtige New Yorker den begehrten Edgar Allan Poe Award, 1973 wurde er zum „Grand Master“ der amerikanischen Mystery Writer gekürt. Da Westlake nach seinem Romandebüt „Das Gangstersyndikat“ (1960) bis zu vier Bücher im Jahr schrieb, brachte er seine Werke unter mehreren Pseudonymen heraus, etwa als Tucker Coe, Samuel Holt und vor allem als Richard Stark. Unter diesem Namen erschienen von 1962 an die Parker-Romane um den knallharten Meisterdieb Parker, später folgte die Reihe um den vom Pech verfolgten Gangster John Dortmunder. Fast alle Krimis spielen in New York. dpa

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