Kultur :   NACHRICHTEN  

Kranichsteiner Literaturpreis  geht an Gerd-Peter Eigner

Der mit 20 000 Euro dotierte Kranichsteiner Literaturpreis des Deutschen Literaturfonds geht dieses Jahr an den Schriftsteller Gerd-Peter Eigner. Er erhält den Preis für sein Gesamtwerk, insbesondere seinen 2008 bei Kiepenheur & Witsch erschienenen Roman „Die italienische Begeisterung“, der von der Wiederbegegnung zweier ehemaliger Klassenkameraden im Alter erzählt. Der in Berlin und dem italieníschen Olevano lebende Eigner, 1942 im oberschlesischen Malapane/geboren, knüpft damit an seine Romane „Golli“, „Brandig“ und „Mitten entzwei“ an. Die Auszeichnung wird am 28. November in Darmstadt verliehen. Die Laudatio hält Ulrich Horstmann. Außerdem erhalten Kurt Drawert ein 10-wöchiges Stipendium im Deutschen Haus der New York University und Kai Weyand ein Stipendium am Queen Mary College der University of London. Am selben Tag bewerben sich Judith Schalansky, Clemens J. Setz und Andreas Stichmann bei einem öffentlichen Wettlesen um den mit 5000 Euro dotierten Kranichsteiner Literaturförderpreis. Tsp

Tarantino verehrt Reni Riefenstahl und lobt das NS-Kino

Quentin Tarantino verehrt die wegen ihrer NS-Propagandafilme umstrittene Regisseurin Leni Riefenstahl. „Sie war die beste Regisseurin, die jemals lebte. Um das zu erkennen, muss man nur ihre Olympia-Filme ansehen“, sagte Tarantino dem „Spiegel“. Der Regisseur hat zur Vorbereitung auf seinen neuen Film „Inglourious Basterds“ nach eigenen Angaben die Memoiren Riefenstahls und die Tagebücher von Propagandaminister Joseph Goebbels gelesen. Tarantino schätzt auch viele der unter Goebbels’ Aufsicht produzierten deutschen Spielfilme: „Wenn man sich nur die deutschen Filme bis 1945 ansieht, merkt man kaum, dass Krieg herrschte“, sagte Tarantino dem Magazin. AFP

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