Kultur :   NACHRICHTEN  

US-Drehbuchautor

Budd Schulberg gestorben

Der US-amerikanische Drehbuchautor Budd Schulberg ist tot. Er starb mit 95 Jahren in seinem Haus auf Long Island, New York. Seinen größten Erfolg feierte Schulberg 1954 mit dem Film „Die Faust im Nacken“ mit Marlon Brando und Eva Maria Saint. Das Werk wurde mit acht Oscars ausgezeichnet, einer davon ging an Schulberg für das beste Drehbuch. Drei Jahre später arbeitete Schulberg mit dem Regisseur Elia Kazan an dem Film „Ein Gesicht in der Menge“. Seinen ersten Erfolg als Schriftsteller hatte Schulberg Anfang der vierziger Jahre mit dem Roman „What Makes Sammy Run“. Vor drei Jahren verkündete der Regisseur Spike Lee, dass er den legendären Boxkampf zwischen Max Schmeling und Joe Louis von 1938 in den Babelsberg-Studios nach Schulbergs Skript verfilmen wolle. dpa

Neuer Museumschef

in Dresden

Der Kunstwissenschaftler Bernhard Maaz (47) leitet künftig die Gemäldegalerie Alte Meister und das Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Trotz Personalunion bleiben die beiden Museen als eigenständige Häuser erhalten, teilte das sächsische Kunstministerium mit. Maaz tritt sein Amt voraussichtlich am 1. Januar 2010 an. Bei den Alten Meistern löst er Harald Marx ab, das Kupferstich-Kabinett übernimmt er von Wolfgang Holler, der zur Stiftung Weimarer Klassik wechselte. Maaz stammt aus Jena und studierte Kunstwissenschaften an der damaligen Karl- Marx-Universität Leipzig. 1986 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter bei den Staatlichen Museen Berlin und ist Leiter der Alten Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin. dpa

Chemnitzer Restitutionsstreit um Lehndorff-Kunstgüter verschärft sich

Im Restitutionsstreit um die Kunstgüter von Wilhelm von Lehndorff ist der Ton zwischen den Erben des Verschwörers vom 20. Juli 1944 und der Stadt Chemnitz schriller geworden. Die Kunstsammlungen Chemnitz wollen zwar neun Möbel und Kunstgegenstände zurückgeben. Zusammen mit dem Museum habe sich die Stadt zu einer „gütlichen Einigung“ noch vor einer Entscheidung des Bundesamts für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen (BADV) „durchgerungen“, sagte der Chef der Rechtsabteilung der Stadt, Miko Runkel, am Donnerstag. Der Anwalt der Erben wies das Angebot jedoch als „nicht ehrlich“ zurück und drohte mit „rechtlichen Schritten“. ddp

Rembrandt-Gemälde

in Belgien wiederentdeckt

Ein Gemälde, das jahrzehntelang in einem Abstellraum des Antwerpener Kunstmuseums lag, hat sich als echter Rembrandt erwiesen. Der Rembrandt-Experte Ernst van de Wetering bestätigte die Herkunft des Kunstwerks. Es handelt sich um das „Porträt von Eleazar Swalmius“, das laut Signatur im Jahr 1637 entstand. Experten hatten sich jahrhundertelang über den wahren Urheber gestritten. Schließlich verschwand das Bildnis wegen Platzmangels im Lagerraum des Museums.dpa

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