Kultur :   NACHRICHTEN  

Daniel Richter attackiert

Hamburger Kulturpolitik

Der Maler Daniel Richter hat dem Hamburger Senat eine kulturlose Kulturpolitik vorgeworfen. Unter der Schirmherrschaft Richters hatten am Wochenende rund 200 Künstler seit Jahren leer stehende Gebäude im Hamburger Gängeviertel besetzt. Sie wollen damit auf den Ateliernotstand in der Stadt aufmerksam machen und die Häuser vor dem Verfall retten. Am Montag hatte die Hausverwaltung zwei besetzte Gebäude geräumt. Hamburgs Kultursenatorin Karin von Welck will nun noch im August 30 Räume zur Verfügung stellen. Außerdem würden mit Hilfe eines Mäzens Ateliers in der Speicherstadt angeboten, sagte Welck im Deutschlandradio Kultur. Für den Erhalt der Gängeviertel-Häuser machte Finanzstaatsrat Robert Heller jedoch kaum Hoffnungen und verwies auf den Vertrag mit dem Investor. dpa

Kölner Bürger kritisieren „Desinformation“ bei Archiveinsturz

Eine Bürgerinitiative hat der Stadt Köln irreführende Informationspolitik zum eingestürzten Stadtarchiv vorgeworfen. Die Leiterin des Archivs, Bettina Schmidt-Czaia, hatte gesagt, es sei „sensationell, dass alles noch irgendwie da ist“. Nur weniger als ein Viertel des Materials sei zerschnipselt. Damit werde das Ausmaß der Zerstörung bagatellisiert, sagt die Bürgerinitiative und fordert von der Stadt, auf die Formulierung „gerettete Bestände“ zu verzichten. dpa

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