Kultur :   NACHRICHTEN  

National Book Award

für Colum McCann

Der mit 10 000 Dollar dotierte National Book Award 2009 in der Sparte Literatur geht an Colum McCann für seinen Roman „Die große Welt“. Darin fängt der 1965 in Dublin geborene, in New York lebende Schriftsteller die Atmosphäre New Yorks in den 70er Jahren ein. Der Book Award zählt zu den wichtigsten Literaturpreisen der USA. dpa

Philosophiehistoriker Flasch

erhält Lessing-Preis für Kritik

Der Mainzer Philosophiehistoriker Kurt Flasch wird im Mai 2010 in der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel mit dem Lessing-Preis für Kritik geehrt. Er sei, so die Jury, ein leidenschaftlicher Denker, der die spätantike und mittelalterliche Philosophie neu erschlossen habe. ddp

Streit zwischen Kinoketten und

Filmförderanstalt geht weiter

Kulturstaatsminister Bernd Neumann und die Filmförderungsanstalt (FFA) sind mit dem Versuch gescheitert, den Streit mit der Kinowirtschaft über deren Pflichtabgabe zur Filmförderung beizulegen. Sie hatten angeboten, für eine flächendeckende Digitalisierung der Kinos bis zu 40 Millionen Euro bereitzustellen. Im Gegenzug waren die Kinobetreiber aufgefordert, ihre Klage beim Bundesverwaltungsgericht gegen das Filmfördergesetz fallen zu lassen „und eine vorbehaltlose Zahlung ihrer Abgaben sicherstellen“. Die Filmtheater hatten geklagt, weil sie zu Abgaben verpflichtet sind, während die TV-Anstalten nur freiwillige Zahlungen leisten. Wegen dieser Ungleichbehandlung zahlen einige Kinos, vor allem die Multiplexe, unter Vorbehalt, also auf ein Sperrkonto. FFA-Präsident Eberhard Junkersdorf bedauerte es, dass UCI, eine der großen Filmtheaterketten, „entgegen den Empfehlungen des Hauptverbandes Deutscher Filmtheater“ erklärt habe, die Klagen und Vorbehalte aufrecht zu erhalten. Der Deal – Unterstützung bei der von der Branche gemeinsam getragenen Digitalisierung gegen FFA-Abgaben von allen – ist damit gescheitert. Das bisherige Fördersystem ist weiterhin gefährdet, trotz eines vorerst gesicherten FFA-Haushalts 2010. Das Gesetz soll nun auf Abgabengerechtigkeit hin überprüft werden. Bei der Ditigalisierung ist zu befürchten, dass Kinoketten die Investitionen selbst finanzieren können, während vielen Programmkinos die Mittel dazu fehlen. Tsp (mit dpa)

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