Kultur :   NACHRICHTEN  

Billers Roman „Esra“:

Keine Geldentschädigung

Die Ex-Freundin des Autors Maxim Biller kann über das Verbot des Romans „Esra“ hinaus keine zusätzliche Geldentschädigung wegen der Verletzung ihres Persönlichkeitsrechts verlangen. Das hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entschieden – wegen der „besonderen Bedeutung der Kunstfreiheit“, wie es zur Begründung hieß. Durch das Veröffentlichungsverbot sei bereits erheblich in die Kunstfreiheit eingegriffen worden. In dem Werk über die Liebesbeziehung des Erzählers Adam zu Esra werden auch Einzelheiten des Sexuallebens geschildert. Die Klägerin hatte 50 000 Euro gefordert. ddp

Streit um Staatsziel Kultur

im Bundestag

Die designierte Vorsitzende des Bundestagskulturausschusses, Monika Grütters (CDU), bezweifelt, dass die Kultur in dieser Legislaturperiode in den Rang eines Staatsziel erhoben wird. Ihre Fraktion habe in diesem Punkt „die größten Hemmungen“, erklärte sie in der „Welt“. Der kulturpolitische Sprecher der SPD im Bundestag, Siegmund Ehrmann, reagierte mit scharfer Kritik: „Grütters streicht schon vor Beginn der Arbeit die Segel und knickt vor den CDU-Ministerpräsidenten ein.“ Die CDU-Politikerin hatte in dem Interview auch davor gewarnt, bei der Kultur zu sparen: „Es ist ein Irrglaube, dass man mit Kürzungen im Kulturbereich Haushalte sanieren kann.“Tsp

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