Kultur :   NACHRICHTEN  

Publikumszuwachs bei den Berliner Opern

Die drei Berliner Opernhäuser haben 2009 in der Publikumsgunst zugelegt. Zum fünften Mal in Folge hatte die Staatsoper Unter den Linden mit 244 861 Besuchern und 288 Veranstaltungen eine Rekord-Auslastung von 87,4 Prozent, wie die Stiftung Oper mitteilt. 2008 lag die Belegung mit 247 183 Besuchern und 290 Veranstaltungen bei 87,1 Prozent. Eine leichte Steigerung hatte die Deutsche Oper mit 229 000 Besuchern (222 150) für 221 Veranstaltungen (226). Das entsprach 68,8 Prozent Auslastung. In der Komischen Oper blieb die Besucherzahl stabil. Zu 258 Vorstellungen kamen 183 316 Besucher (2008: 181 376), Auslastung: 63,8 Prozent (65,4). Für das Staatsballett Berlin war 2009 das erfolgreichste Jahr seit der Gründung vor fünf Jahren. Mit 120 365 (105 046) Zuschauern und 105 Vorstellungen lag die Auslastung bei 82,2 Prozent (68,4). dpa

Kabarettist Manfred Bartz mit 75 Jahren gestorben

Der Kabarettist Manfred Bartz, langjähriger Autor der DDR-Bühnen Distel und Herkuleskeule, ist tot. Er starb, wie sein Biograf Jürgen Klammer erklärte, bereits am 30. Dezember mit 75 Jahren. Bartz, Sohn einer von den Nationalsozialisten ermordeten Jüdin und des Kommunisten und DDR-Konteradmirals Erwin Bartz, wurde auch durch seine Satiren im „Neuen Deutschland“ und der „Berliner Zeitung“ bekannt.    Nach politischen und privaten Enttäuschungen zog er sich 1970 in eine Berliner Gartenlaube zurück und führte ein Einsiedlerdasein. Im November 1979 wurde er von der Staatssicherheit verhaftet und zu sechs Jahren Haft verurteilt. Die Hilfsorganisation amnesty international wählte ihn im September 1980 zum „Gefangenen des Monats“. Nach seinem Freikauf durch die Bundesregierung im August 1982 lebte Bartz in Hamburg. dpa

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