Kultur :   NACHRICHTEN  

US-Historiker und Aktivist

Howard Zinn gestorben

Der Historiker und Politikwissenschaftler Howard Zinn, einer der wichtigsten Aktivisten der US-amerikanischen Linken, ist am Mittwoch im Alter von 87 Jahren gestorben. Sein bekanntestes Werk ist die 1980 veröffentlichte „Geschichte des amerikanischen Volkes“ (A People’s History), die 2007 in der Hamburger Edition Nautilus auch auf Deutsch erschien. Darin stellte er der traditionellen Geschichtsschreibung, die sich aus den Heldentaten weißer Männer, Kriegsberichterstattung und Lobpreisung des amerikanischen Kapitalismus speiste, eine „Geschichte von unten“ entgegen: die der Arbeiter, Frauen, Indianer und Schwarzen. Zinns Autobiografie „Schweigen heißt lügen“ erscheint im Februar bei Nautilus in deutscher Übersetzung. Tsp

Auszeichnung für Religionssoziologen Peter Berger

Der Religionssoziologe und Sozialphilosoph Peter L. Berger bekommt den Leopold-Lucas-Preis 2010. Bergers Arbeit gelte der Suche nach Wegen zwischen einem Relativismus, der alle Traditionen auf einen trivialen gemeinsamen Nenner reduziert, und einem Fundamentalismus, der sich jeder Infragestellung der eigenen Tradition entzieht, begründete die Universität ihre Entscheidung. Der mit 50 000 Euro dotierte Preis wird jährlich für Leistungen auf dem Gebiet der Theologie, der Geistesgeschichte und der Philosophie verliehen. Berger erhält ihn am 11. Mai. dpa

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