Kultur :   NACHRICHTEN  

Diskussion um Zukunft der

Berliner Sophiensäle

Die gute Nachricht lautet: Die Zukunft der Sophiensäle als Produktions- und Spielstätte der hauptstädtischen Off-Kultur ist langfristig gesichert. Ein neuer Mietvertrag mit 15-jähriger Laufzeit wurde soeben abgeschlossen. Und dank einer Zuwendung aus Lottogeldern können ab April 2011 auch endlich seit Langem geplante Sanierungsarbeiten beginnen. Doch es gibt auch jede Menge Fragezeichen, was die Zukunft der Location betrifft: So wurde beispielsweise der Vertrag der künstlerischen Leiterin Heike Albrecht zum Jahresende 2010 nicht verlängert. Sasha Waltz, Amelie Deuflhard und Jochen Sandig, die Gesellschafter der Betreibergesellschaft, wollen die Position nicht neu besetzen. Das gibt Gerüchten Nahrung, wonach Sandig eine Fusion der Sophiensäle mit dem Radialsystem am Ostbahnhof anstrebt, das er gemeinsam mit dem Musikmanager Volkert Uhde betreibt. Brisant an dieser Idee ist, dass die Einrichtungen unterschiedlich finanziert werden: Die Sophiensäle erhalten vom Senat eine jährliche Konzeptförderung in Höhe von 750 000 Euro, das Radialsystem muss sich durch Ticketverkäufe und Vermietungen selber tragen. Darum fordert die Vorsitzende des Kulturausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus, Alice Ströver, nun die Einbindung ihres Gremiums in die Planungen: Wo öffentliche Gelder fließen, so Ströver, da müsse auch öffentlich über das neue Konzept diskutiert werden können. F. H.

Elbphilharmonie lädt

Wiener Philharmoniker aus

Das Magazin „Der Spiegel“ berichtet, die Hamburger Kulturbehörde habe den Wiener Philharmonikern signalisiert, dass der Eröffnungstermin für die Elbphilharmonie nicht zu halten ist. Dies sollten die Wiener in ihrer Planung berücksichtigen. Das Spitzenensemble war im Mai 2012 als Stargast in der neuen Konzerthalle vorgesehen. Es ist nicht das erste Mal, dass der Termin infrage gestellt wird. Zuletzt waren im vergangenen Jahr die Berliner Philharmoniker betroffen, die sich daraufhin vom Schleswig Holstein Musik Festival für einen Auftritt in Lübeck engagieren ließen. Ein „striktes Kosten- und Qualitätsmanagement“ sei jetzt „wichtiger als die Frage, wann das erste Konzert stattfindet“, teilte die Kulturbehörde mit. Dennoch strebe man weiterhin den Mai 2012 als Eröffnungstermin an. Tsp

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