Kultur :   NACHRICHTEN  

Knobloch: Oskar Roehlers

„Jud Süß“-Film soll nicht ins Kino

Die scheidende Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, hat sich, so meldet „Die Welt“, dafür stark gemacht, Oskar Roehlers „Jud Süß – Film ohne Gewissen“ nicht ins Kino zu bringen. Das Werk, das recht frei die Lebensumstände von Ferdinand Marian, Hauptdarsteller des NS-Hetzfilms „Jud Süß“ (1940) nachzeichnet, messe der Aufarbeitung des Antisemitismus zu wenig Bedeutung bei, kritisierte Knobloch. Zudem sei unverständlich, warum der Regisseur „Jud Süß“-Originalszenen in seinen Film integriert habe. Roehlers Bearbeitung des historischen Stoffes – der Kinostart ist für September geplant – war auf der jüngsten Berlinale von der Kritik nahezu einhellig negativ aufgenommen worden. Tsp

Russische Lyrikerin

Jelena Schwarz gestorben

Die russische Lyrikerin Jelena Schwarz, eine herausragende Vertreterin der Untergrund-Avantgarde in der Sowjetunion, ist 61jährig in St. Petersburg gestorben. Ihre für ihre wuchtige Bildsprache bekannten Gedichte konnten damals nur im Samisdat (Eigenverlag), unter Pseudonym oder im Ausland erscheinen. Auf Deutsch kam 1999 der Band „Das Blumentier“ heraus. (Nachruf folgt) dpa

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