Kultur :   NACHRICHTEN  

Jelinek schreibt Theaterstück

über marode Hypo-Group-Bank

Elfriede Jelinek will die Affäre um die krisengeschüttelte Bank Hypo Group Alpe Adria zu einem Drama verarbeiten. Das berichtet das österreichische Magazin „News“. Das Stück „Winterreise“ der Literatur-Nobelpreisträgerin soll nach Angaben des Rowohlt Theaterverlages im Frühjahr 2011 in den Münchner Kammerspielen uraufgeführt werden. „So, wie es jetzt angelegt ist, ist es eher unpolitisch. Es wird mit das Persönlichste sein, was sie jemals geschrieben hat und wird unter anderem auch um ihren Vater gehen“, sagte Verlagsleiter Nils Tabert. In ihrer Heimat Österreich will Jelinek keine Inszenierung von „Winterreise“ dulden.  „Ich kann den Hass nicht mehr aushalten, der mir entgegenschlägt, wenn nur irgendwo mein Name aufscheint“, zitiert „News“ die Autorin. dpa

Hamburg klagt wegen Bauverzögerung bei Elbphilharmonie

Im Streit um den Bau der Hamburger Elbphilharmonie hat die Stadt juristische Schritte eingeleitet. „Seit drei Monaten versuchen wir, einen verbindlichen Terminplan von Hochtief zu bekommen. Da das nicht geschehen ist, haben wir heute Klage beim Amtsgericht Hamburg eingereicht“, sagte Karl Olaf Petters von der Kulturbehörde. Ziel sei eine vertraglich festgelegte Terminplanung für das Prestigeprojekt im Hafen, die immer noch nicht vorliege.   Das Konzerthaus der Architekten Herzog & de Meuron sollte im Mai 2012 eröffnet werden. Weil der Termin nicht mehr zu halten ist, kann Generalintendant Christoph Lieben-Seutter keine Verträge abschließen.   „Wir können die Klage nicht nachvollziehen“, sagte ein Hochtief-Sprecher. Alles werde pünktlich fertig, nur beim Großen Saal werde es ein Jahr länger dauern. dpa

Schlingensiefs Opernprojekt aus

Burkina Faso kommt nach Hamburg

Christoph Schlingensiefs erstes Projekt aus dem Operndorf in Burkina Faso, „Via Intolleranza II“, feiert im Mai in der Hamburger Kulturfabrik Kampnagel seine deutsche Erstaufführung. Ausgehend von Luigi Nonos Aktionsoper „Intolleranza 1960“, uraufgeführt bei der Biennale 1961 in Venedig, hinterfrage das Werk unser Verhältnis zu Afrika, sagte eine Kampnagel-Sprecherin. Mit deutschen und afrikanischen Darstellern und Musikern entstehe eine Arbeit, die Genre- und Ländergrenzen überwinde. „Via Intolleranza II“ ist vom 23. bis 26. Mai in Hamburg zu sehen. Weitere Termine sind im Juni bei den Münchner Opernfestspielen geplant. In Burkina Faso war im Februar der Grundstein für Schlingensiefs „Festspielhaus für Afrika“ gelegt worden. Geplant ist neben einem Theater auch eine Schule für bis zu 500 Kinder. ddp

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