Kultur :   NACHRICHTEN  

Herbert Achternbusch

für grotesken Humor geehrt

Der Filmemacher, Schriftsteller und Schauspieler Herbert Achternbusch ist mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor ausgezeichnet worden. Achternbusch sei einer der ganz großen Schriftsteller, die Bayern hervorgebracht habe, würdigte ihn Elisabeth Tworek, Leiterin des Münchener Literaturarchivs, am Samstagabend. Sein Schaffen, zu dem auch 28 Filme gehörten, entziehe sich jeder Logik und zeichne sich durch eine „Lust am Zertrümmern von Worten“ aus. Achternbusch selbst vermied eine Erwiderung auf die Lobrede. Nur mit Mühe konnte er dazu bewegt werden, sich wenigstens in das Goldene Buch der Stadt Kassel einzutragen. „Dann schreibe ich meinen Namen halt da hinein“, sagte er. Der mit 10 000 Euro dotierte Preis wird seit 1985 verliehen und Autoren zugesprochen, deren Werk sich durch Humor, Komik und Groteske auszeichnet. Bisherige Preisträger waren Loriot, Ernst Jandl, Robert Gernhardt, Hanns-Dieter Hüsch, Franz Hohler und Gerhard Polt. epd

Kairos-Preis an den Isländer

Andri Magnason

Der isländische Schriftsteller Andri Magnason („Dreamland“) hat am Sonntag in Hamburg den mit 75 000 Euro dotierten Kairos-Preis der Alfred Toepfer Stiftung erhalten. „Andri Magnason hat das kontemplative Verhältnis, in dem Dichter seit Jahrhunderten zur Natur stehen, umgedreht und aus dem Besingen und Verinnerlichen der Natur eine aktive, kämpferische Haltung gewonnen“, heißt es in der Begründung. Magnason setzt sich gemeinsam mit Künstlern wie Björk und der Band Sigur Ros für den Erhalt der unberührten Natur Islands ein. dpa

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