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Paulo Coelhos Bücher

im Iran verboten



Der brasilianische Bestseller-Autor Paulo Coelho („Der Alchimist“) ist nach Angaben seines früheren Verlegers im Iran mit einem Veröffentlichungsverbot belegt worden. Dies habe ihm eine Quelle im iranischen Ministerium für Kultur und islamische Führung mitgeteilt, schrieb der im Exil lebende Chef des inzwischen geschlossenen Verlags „Caravan Books“, Arash Hejazi auf seiner Internetseite. „Ich wurde vor zwei Tagen von jemandem im Ministerium für Kultur informiert, dass es Anweisung gibt, alle Bücher Coelhos im Iran zu verbieten“, schrieb Hejazi. Er vermutet einen Zusammenhang zwischen dem Verbot und einer Aussage, die er im Juni 2009 in der BBC gemacht hatte. Hejazi hatte damals bei einer Demonstration in Teheran den Mord an der Iranerin Neda Agha-Soltan miterlebt. Er hatte der angeschossenen jungen Frau als Arzt noch zu helfen versucht und die Tat in der BBC später als Verbrechen der Pro-Regierungs-Milizen geschildert. Der Vorgang wurde weltbekannt, Coelho hatte Hejazi auf dem Video identifiziert und dessen Darstellung unterstützt. „Nun sieht es so aus, als ob Paulo Coelho den Preis dafür zahlt, dass er sich für mich eingesetzt hat“, sagte Hejazi. Der 63-jährige Coelho schrieb in seinem Internetblog, es könne sich nur um ein „Missverständnis“ handeln. Er zähle auf die Unterstützung der brasilianischen Regierung. Schätzungsweise seien sechs Millionen seiner Bücher im Iran verkauft worden. Aus Teheran gab es keine Bestätigung für das Verbot. dpa

Südkoreanischer Regisseur dreht ersten Kinofilm per iPhone

Der südkoreanische Filmemacher Park Chan Wook hat den weltweit ersten Kinofilm per iPhone gedreht. Der 30-minütige Film über die Begegnung zwischen einem Fischer und einer Schamanin soll ab 27. Januar in den südkoreanischen Kinos laufen. Er trägt den Titel „Night Fishing“. Für die Produktion brauchte der Regisseur zehn Tage, die Kosten lagen bei umgerechnet 103 000 Euro. Park Chan Wook ist international für die Filme „Old Boy“ und „Durst“ bekannt, die Preise beim Festival in Cannes gewannen. AFP

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