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Verleger von Vespers „Die Reise“

kritisiert Andres Veiels RAF-Film

Der Film „Wer wenn nicht wir“ von Regisseur Andres Veiel sorgt schon vor seiner Premiere im Wettbewerb der Berlinale für Widerspruch. Veiel hat die Liebesgeschichte zwischen der späteren RAF-Terroristin Gudrun Ensslin und dem Schriftsteller Bernward Vesper verfilmt, der sich 1971 das Leben nahm. Jörg Schröder, Chef des März-Verlags und Herausgeber von Vespers autobiografischen Romanessay „Die Reise“, wirft Veiel und dessen Produktionsfirma Zero One vor, die Geschichte zu verfälschen. Der Film erwecke den Eindruck, dass die Beziehung zwischen Ensslin und Vesper an Ensslins Radikalisierung gescheitert sei, so Schröder. In Wirklichkeit habe sich Ensslin aber in Andreas Baader verliebt. Der Herausgeber stört sich auch daran, dass dem Film die biografische Erzählung „Vesper, Ensslin, Baader“ von Gerd Koenen zugrunde liege – nicht aber Vespers „Reise“. Den Film hat Schröder nicht gesehen. Regisseur Andres Veiel sagte dem Tagesspiegel: „Ich bin offen für jede Debatte. Allerdings erst dann, wenn der Film ,Wer wenn nicht wir’ die Grundlage des Gesprächs ist, also nach der Premiere bei der Berlinale.“ Tsp

Spitzenpreis für durchschossenes Warhol-Gemälde

Ein von Dennis Hopper durchschossenes Warhol-Bild brachte bei einer Auktion in New York gut das Zehnfache des Schätzpreises ein. Der Druck „Warhol’s Mao: one plate“ aus der Sammlung des 2010 gestorbenen Schauspielers war einem Bieter rund 300 000 Dollar wert, so das Auktionshaus Christie’s. Warhol hatte Mao in Blau mit grünen Lippen dargestellt. Später feuerte „Easy Rider“-Star Hopper zwei Kugeln auf das Bild. Er habe geglaubt, auf Mao selbst zu schießen, heißt es. Warhol signierte die Einschusslöcher später und nannte das Bild eine „Kollektivarbeit“ zweier Künstler. Den Zuschlag bekam der Investment-Banker Amed Khan. dpa

Opern-Dirigent Klauspeter Seibel

ist tot

Der Dirigent Klauspeter Seibel ist im Alter von 74 Jahren in Frankfurt am Main gestorben. Seibel war Generalmusikdirektor in Kiel und Freiburg. In Frankfurt war er von 1997 bis 1999 Chefdirigent des Museumsorchesters und der Oper. dpa

B.B. King kommt

zum Movimentos-Festival

Der Bluesmusiker B.B. King tritt am 21. Mai beim Wolfsburger Festival Movimentos auf. Das Festival dauert vom 26. April bis zum 29. Mai, der Kartenvorverkauf beginnt kommenden Montag (www.movimentos.de). dapd

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