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Bernd Neumann bestätigt:

Berliner Schloss wird teurer

Die Rekonstruktion des Berliner Schlosses wird wegen der Baustartverschiebung von 2011 auf 2013 teurer als geplant. Kulturstaatsminister Bernd Neumann verwies darauf, dass man den üblichen Kostensteigerungsindex einrechnen müsse, geht aber davon aus, dass dies vom Haushaltsausschuss akzeptiert wird. Um wie viel die vorgesehenen 552 Millionen Euro überstiegen werden, sagte er nicht. Seit längerem ist bekannt, dass auch die von vielen gewünschte Schlosskuppel zusätzlich kostet; außerdem ist unklar, ob der Steuerzahler in die Bresche springt, wenn die geplanten 80 Millionen Euro Spenden für die Fassade nicht zustande kommen. Der Bund beteiligt sich mit 440 Millionen, Berlin mit 32 Millionen Euro. Zum Vergleich: Die Sanierung des Deutschen Museums in München kostet 400 Millionen Euro, getragen von Bund, Land und privaten Spendern. Am Freitag hat Bundesforschungsministerin Annette Schavan die Finanzierungsurkunde mit unterzeichnet. Die Renovierung soll bis 2025 zum 100. Geburtstag des Museums abgeschlossen sein. dapd/dpa/Tsp

Bundeskulturstiftung fördert

Abschiedsprojekt am HAU

Mit einer Aktion gegen die Müdigkeitsgesellschaft verabschiedet sich Matthias Lilienthal im Sommer 2012 vom HAU. 24 Stunden lang wird an verschiedenen Orten David Foster Wallaces Mammutroman „Unendlicher Spaß“ verhandelt, unter anderem im Stadion des Tennisclubs Rot-Weiß, im Bierpinsel und im Klinikum Buch. Lilienthals Vision: „Irgendwann morgens um vier gemeinsam auf einem brandenburgischen Feld stehen.“ Die Bundeskulturstiftung fördert das Projekt mit 476200 Euro – eine Hommage auch an die freie Szene, der Lilienthal eine Heimstatt geboten hat. Außerdem auf der Förderliste: Das Projekt „Doppelpass“, das feste Häuser und freie Gruppen zusammenbringt (4,6 Millionen Euro), Fellowships für Kuratoren vor allem in kleineren Museen (2,58 Millionen), eine Aufführung von Carl Orffs selten gespielter Oper „Prometheus“ bei der Ruhr-Triennale (800 000 Euro), Ausstellungen zu Will Grohmann (Dresden) und Strawalde (Altenburg) – und eine Schau in Bayreuth, die sich mit der NS-Vergangenheit der Festspiele befasst. til

Streit um Bayreuth: Staatsminister rügt Kartenvergabe

Kulturstaatsminister Bernd Neumann will der Kritik des Bundesrechnungshofes an der Kartenvergabe bei den Bayreuther Festspielen nachgehen. Die Prüfer hatten gerügt, dass 60 Prozent der Festspielkarten gar nicht in den freien Verkauf gelangen, sondern über andere Kanäle vertrieben oder verschenkt werden. „Der Bundesrechnungshof hält die hohe Kontingentierung der Eintrittskarten mit den Förderzielen des Bundes für nicht vereinbar und empfiehlt, die Kontingente weitgehend abzuschaffen.“ Neumann will diese Schelte nun zur Grundlage einer Diskussion mit Verwaltungsrat und Gesellschafterversammlung der Festspiele machen. Dabei sollen „gegebenenfalls Korrekturen am Verfahren vorgenommen werden“. Der Bund hält 25 Prozent an der Festspiele GmbH. Tsp

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