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Claus Peymann wirft Berlin

„Barbarei“ vor

Claus Peymann zeigt sich nach elf Jahren als Intendant des Berliner Ensembles unzufrieden und wettert gegen die kulturelle Einstellung in der Hauptstadt: „Berlin ist dem Kern nach eigentlich Barbarei“, sagte der 74-Jährige der Zeitung „Die Welt“. „Ich weiß nicht, wer in Berlin das Theater liebt und schützt – das Schiller-Theater jedenfalls ist sang- und klanglos gekillt worden.“ Dass er dennoch weitermacht, habe auch etwas mit Trotz zu tun, sagte der Intendant. „Der Jugendwahn im Theater führt mittlerweile dazu, dass die Alten einfach aussortiert werden wie Leichen. Dadurch hat sich eine Diktatur des Nichtskönnens verbreitet.“, schimpfte Peymann. „An der Spitze dieser Nichtskönner stand der leider viel zu früh verstorbene Christoph Schlingensief – ein sehr spezieller, charismatischer Mensch, aber kein Theater-Regisseur.“ dapd

Schauspieler gehen baden

für bessere Bezahlung

Rund 150 Schauspieler haben am Samstag im Münchner Stachus-Brunnen ein Bad genommen. Unter dem Motto „Wir gehen baden – und mit uns die Kultur“ protestierten sie für eine bessere Bezahlung. Zu der Aktion anlässlich des Münchner Filmfestes hatte der Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler (BFFS) aufgerufen. An dem Bade-Protest beteiligten sich nach Angaben des Verbands Darsteller wie Hannes Jaenicke, Jutta Speidel, Dieter Landuris und Götz Otto. Der BFFS befindet sich derzeit in Tarifverhandlungen mit dem Produzentenverband. Die Schauspieler fordern unter anderem die Festsetzung einer verbindlichen Anfänger-Gage für Jungschauspieler. dapd

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