Kultur : 100. Todestag Verdis: Das Rätsel

Adriana Hölszky

"Wo Gefahr ist

da bin ich daheim

da wachse ich aus der Erde."

(Friedrich Nietzsche)


27. Januar... Aber Verdi atmet weiter..."umsphinxt" ...

Macbeth, Don Carlo, Nabucco, Aida ...

Friede und Krieg, Machtbesessenheit und Ohnmacht werden geheimnisvoll, unerbittlich, direkt und heimlich irreal und spielerisch zum Klingen gebracht.

Einfallsreichtum, Schärfe, Gefahr, Zielgerichtetheit, sind seine Wegbegleiter.

"Bist du so neugierig?

Kannst du um die Ecke sehn?

Man muss, um das zu sehn

Augen auch hinter dem Kopfe haben!"


Udo Bermbach schreibt

"Sieht man diese Konfliktszenarien seiner Opern durch, so erweist sich Gewalt, und zwar direkte und unmittelbare, als das dominante Mittel von Konfliktlösungen. Verdis Opernstoffe sind in einem solchen Ausmaß mit Gewalt aufgeladen, dass schon hierdurch erklärlich wird, weshalb sie fast durchgängig in Katastrophen enden."

Und trotzdem: er ist voller Skepsis ("Falstaff"), voller Poesie ...

Er bleibt ein Rätsel ...


"Ein Rätsel für Raubvögel".

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