Kultur : 100000 Titel: Die Frankfurter Buchmesse beginnt

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Eine Rekordbeteiligung von über 7000 Ausstellern aus mehr als 100 Ländern erwartet die 57. Frankfurter Buchmesse, die am heutigen Dienstagabend eröffnet wird. Bis zum kommenden Sonntag werden bei der weltgrößten Bücherschau rund 100000 neue Titel präsentiert. Zirka 1000 Autoren werden erwartet, darunter etwa 40 Schriftsteller aus dem diesjährigen Gastland Korea. Allein zu Korea sind etwa 500 Veranstaltungen geplant. Zu den prominentesten ausländischen Autoren auf der Messe gehören Nick Hornby, Ken Follett, Margaret Atwood, Cees Nooteboom und AsterixVater Albert Uderzo. Aus Deutschland haben sich unter vielen anderen Ingo Schulze, Uwe Timm und Martin Walser angesagt. Auf der Messe stellen auch die Schauspielerinnen Heike Makatsch und Franka Potente ihre Bücher vor.

Zu den Neuerungen auf der weltgrößten Bücherschau gehört eine Antiquariatsmesse. Durch Kooperation mit der Berlinale soll die Messe verstärkt auch zu einem Handelsplatz für Stoffe in Film und Fernsehen werden. Erwartet wird der Filmemacher Wim Wenders. Ein halbes Jahr vor der Fußball-WM in Deutschland erhält auch „König Fußball“ ein eigenes Forum. Neben Literatur rund um den Fußball soll es in Lesungen und Diskussionen um die Verbindung Literatur, Kultur und Fußball gehen. Am Sonntag treten Autoren-Mannschaften aus Deutschland und Korea gegeneinander an.

Zum Abschluss der Buchmesse wird am 23. Oktober in der Frankfurter Paulskirche der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an den türkischen Schriftsteller Orhan Pamuk verliehen. Pamuk ist in seiner Heimat wegen „Beleidigung des Türkentums“ angeklagt worden, weil er öffentlich den Völkermord an den Armeniern während des Ersten Weltkrieges angeprangert hat. Tsp/dpa

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