Kultur : 20 000 Besucher mehr für Berlins Staatsoper

Mag sich Senatsbaudirektorin Regula Lüscher wegen der Verzögerungen bei der Renovierung des Stammhauses Unter den Linden die Haare raufen – das Publikum kommt gut mit dem Ausweichquartier der Staatsoper in Charlottenburg zurecht. 186 000 Besucher, 20 000 mehr als 2010/11, fanden in der soeben zu Ende gegangenen Spielzeit den Weg ins Schillertheater. Das bedeutet eine Steigerung der durchschnittlichen Platzauslastung von 84 auf 87 Prozent. 141 Opernabende auf der großen Bühne wurden angeboten, dazu 130 Vorstellungen in der Schillertheater-Werkstatt. Die Staatskapelle gab 73 Konzerte in Berlin und 27 weitere auf diversen Gastspielreisen. Die teuerste Produktion der Saison war Luigi Nonos „Al gran sole carico d’amore“: Für die fünf Aufführungen der aus Salzburg übernommenen Inszenierung von Katie Mitchell wurde eigens das Kraftwerk Mitte für mehrere 100 000 Euro hergerichtet. Die neue Staatsopern-Spielzeit beginnt am 8. September mit einem Liederabend von Anja Harteros. F. H.

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