Kultur : 6. Berühmt durch zwei Niederlagen

Er hieß genau wie sein Großvater, der es zum Stellvertreter des Präsidenten seines Landes gebracht hatte. Er, der Enkel, ist uns heute in der Hauptsache durch die Tatsache bekannt, dass er zwei Mal gegen einen bis heute noch Berühmteren den Wahlkampf um die Präsidentschaft verlor. Dabei war er alles andere als der Typ eines ewigen Verlierers, als Politiker und Diplomat durchaus erfolgreich sowie beliebt wegen seiner Eloquenz, seinen geist- und witzreichen Reden, nicht zuletzt auch seiner Überzeugungskraft. Nach einem Jurastudium hatte er wie sein gleichnamiger Großvater die Laufbahn eines höheren Beamten eingeschlagen. Als überzeugter Demokrat war er in diversen Ministerien tätig und als nach einem Krieg auf einer Konferenz - übrigens in seiner Heimatstadt - ein Bündnis der Völker angestrebt wurde, war es nicht zuletzt seine Geschicklichkeit, die einzelnen Staaten von einer Notwendigkeit einer derartigen Instanz zu überzeugen.

Es gibt Landsleute von ihm, die noch heute bedauern, dass es einem Talent wie ihm nie gelungen ist, an die Spitze seines Landes zu gelangen, obwohl er sich zwei Mal darum bemühte. Der Grund für seine Niederlagen war die Popularität eines Kriegshelden, der die Gegenpartei vertrat. Immerhin wurde er von einem Teilstaat als Gouverneur gewählt und das mit der größten Majorität, die es bis dahin gegeben hatte. Die weitsichtigen Reformen, die er einführen wollte, konnte er in dieser Stellung allerdings nicht durchführen. So diente er seinem Lande noch bis zu seinem Tod in London mit 65 Jahren. Fast immer wurde er dort eingesetzt, wo es politisch am brenzligsten war.

Die Familientradition blieb übrigens erhalten. Sein Sohn trägt die zwei gleichen Vornamen vor dem Nachnamen zum nun schon drittenmal.Der gesamte Rätseltext zum Download als Datei.

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