Marcel Reich-Ranicki hat sich von Thomas Gottschalk besänftigen lassen und will sich auf eine öffentliche Diskussion zur Qualität Deutschen Fernsehens einlassen. Nicht einverstanden ist damit seine Kollegin Elke Heidenreich.
Stuttgart -
Die Literaturkritikerin und TV-Moderatorin Elke Heidenreich hat am Dienstagabend Marcel Reich-Ranicki dazu aufgerufen, nicht mit Thomas Gottschalk über die Qualität des Fernsehens zu diskutieren. Der Kritiker hatte am Samstag die Annahme des Deutschen Fernsehpreises im ZDF verweigert und das Niveau des TV-Programms scharf kritisiert. Darüber soll er am Freitag mit Gottschalk im gleichen Programm sprechen.
"Tu' es nicht, es ist der Falsche", sagte Heidenreich bei der Verleihung des Hans Bausch Mediapreises des Südwestrundfunks an sie. Reich-Ranicki müsse sich hinter verschlossenen Türen mit Programmdirektoren und Intendanten treffen. Sie selbst hoffe weiterhin, ihre Sendung werde zumindest um 21 Uhr abends statt erst um 22.30 Uhr ausgestrahlt. Die Moderatorin der ZDF-Sendung "lesen!" hatte Reich-Ranicki am Montag in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" verteidigt und geschrieben, sie schäme sich, "in so einem Sender überhaupt noch zu arbeiten."
(mpr/dpa)
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http://www.ef-magazin.de/2008/10/13/741-deutscher-fernsehpreis-das-tv-und-ein-unkraut-namens-ignoranz
Gerade Gottschalk gehört zu den quälenden platten Zumutungen, die die Fernsehzuschauer tagtäglich bei uns ertragen und zwangsweise bezahlen müssen.
Mit Gottschalk allein wird es allerdings nicht, da stimme ich meinen Vorkommentatoren zu. Der hat weder die Kompetenz noch das Interesse, sich dem Thema zu widmen, auch wenn ich ihn nicht einfach zum Dumbatz des Monats erklären würde. Der kann mehr.
Herrn MRR ein grossses Lob für seinen Mut.
Man kann nur hoffen, daß die geplante Diskussion mit passenden Gesprächspartnern stattfindet und nich in ein Haribo Theater ausartet. Frau E.H. hat nicht Unrecht davor zu warnen und wir wollen hoffen, daß ihre Sendung tatsächlich!endlich zu früherer Stunde stattfindet. Öffentlich-rechtlich :mehr BILDUNG BITTE!
für eine solche Sendung diskreditiert hat.
MRR sollte das "vergiftete" Angebot nicht annehmen. Motto: "Was sind wir tolerant"..und gleichzeitig wird wie immer auf die Quote geschielt..insgeheim reiben sich die Verantwortlichen für dieses "Schei...Fernsehprogramm" die Hände...
Weil sie gern im Fernsehen ist?
Weil sie gerne das Geld nimmt, das man ihr gibt?
So ein Verhalten finde ich heuchlerisch.
Dieser Auftrag heißt, den Menschen an den Empfangsgeräten ein klein wenig die Kultur in unserem Hause näher zu bringen. Das ist leider in der heutigen Trash Gesellschaft eine ziemlich schwierige Aufgabe und innerhalb kurzer Zeit nicht zu schaffen.
Allgemein muss man aber auch sagen, wer Trash sehen will, der soll ihn schauen, wer sich bilden will, der soll sich bilden. Was auch stimmt ist die - teilweise - selbstberäucherung der Sender, das Leben im Scheinwerferlicht, welches die Sicht auf das wertvolle leider nicht möglich macht.
Es ist auch eine Verlogenheit an den Tag gekommen, die zu Denken gibt. Da verurteilt man öffentlich Sendungen wie "DSDS" und dann bekommen diese Formate einen Preis.
Auch muss man weg vom Quotendruck. Dann wäre der Weg frei für weitere hochklassige Formate und Moderatoren wie zum Beispiel Scobel auf 3Sat.
Fazit: Solange das TV ein Spiegelbild der Gesellschaft ist, wird sich nichts großartiges ändern. Es sei denn, die Geselsschaft ändert sich eines Tages doch noch. Dies wird allerdings nicht eintreten.
Auch die Landesmedienanstalten müssten wesentlich härter eingreifen.
Es muss doch möglich sein, das ein TV ohne Trash möglich ist.
So wie auch ein Zeitungsmarkt möglich sein muss, der sich nicht vom A.S Verlag wie eine Sau durch das Dorf treiben lässt.
http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~EE91B6E359E494E34BE66891A5D35B7AB~ATpl~Ecommon~Scontent.html
es ist durchaus in ordnung (auch harte) kritik zu üben und ZU BLEIBEN! wo sind wir denn, wenn man bei jeder äußerung die brocken hinwirft (hinwerfen müsste) und das weite sucht?
sorry, aber das ist nach meiner meinung eine gefährliche leisetretermentalität.
meinen größten respekt an frau heidenreich – machen wir uns nix vor, durch ihren flankenschutz ist das thema “qualität im deutschen fernsehen“ überhaupt eines geworden. ohne sie wäre MRR als alter, halsstarriger, kranken mann plattgebügelt worden… (siehe zb. reaktion piel wdr)
auch gottschalk zeigt in seinen ersten reaktionen tendenzen der veralberung und ist auch aus diesem grund der falsche für ein öffentliches gespräch.
alles in allem danke ich MMR und EH dafür, dass sie eine diskussion, die eine völlig normale und tägliche im tv-geschäft sein sollte, möglich machen.
auch mal danke an die journalisten, die einen anständigen NICHT WERTENDEN job machen.
Besser er steigt mit Gottschalk in den Ring. Vielleicht verrät er, Ranicki, uns dann, was er von anderen Sendungen der Öffentlich Rechtlichen hält, zB. von dieser Sendung "Lesen". Dem Forum für neudeutsche Bildungsbürger. Denn für diese, also die Sendung von Frau Heidenreich, gilt doch: Unter den Blinden ist der Einäugige König.
obwohl es weitaus peinlichere als Gottschalk gibt....
Ich könnte gerne auf MRR und EH in Zukunft völlig verzichten - ich mag sie beide nicht.
Thomas Gottschalk macht seinen Job gut - sowohl in der Werbung, als auch bei seinen Fernsehauftritten außerhalb der Werbung. Wenn einer den irregelaufenen MRR wieder im Fernsehen installieren kann - dann TG.
Ich schaue und höre mir auf jeden Fall übermorgen die Sendung mit MRR und TG an; das kann ich nur jedem anderen Leser des
TAGESSPIEGELs empfehlen.
MfG
Peter Sommer
Aber auch die öffentlich-rechtlichen Anstalten sind auf dem besten Weg hinterher. Sowohl Frau H. als auch Herr R.-R., die nur dank dieser Medien in Deutschland Literaturpapst-Würde erlangt haben (daher verkünden sie auch nur letzte Wahrheiten und werden von vielen Deutschen dafür gebührend verehrt)-- diese beiden können das Fernsehen natürlich kritisieren. Doch steht kaum zu erwarten, dass sie diese Bühnen je konsequent meiden werden, leider. Denn auch hier wären -- je eher, je besser -- einmal andere Köpfe, andere Kommunikationsstile, andere Meinungen erfrischend und willkommen. Heidenreich und Reich-Ranicki sollten sich kurzerhand ausklinken! Erst dann hätte ihre Kritik Gewicht und Glaubwürdigkeit. Ich glaub aber nicht dran...
Man kann natürlich auch weiter die Verblödungsmaschinerei anwerfen und den Menschen bleibt nichts anderes übrig, als den Quark, wie (Deutschland sucht den Superstar und davon dann noch 10 Mal Abklatsch desselben Formates) sich anzuschauen!
Das Fernsehmedium hat doch eigentlich eine volkspädagogische Aufgabe, Vorbild zu sein und nicht rein nach Quote zu handeln!
Nach unten kann man die Schraube immer weiter ins bildungslose Nirwana drehen, das ist doch keine Frage! Das man dem Volk vorsetzt, wird es auch fressen! Je, weniger Bildung mit eingebracht wird, umso mehr wird das Volk dazu auch angestiftet Unsinn zu schlucken. Setzt man niedrigste Maßstäbe, dann lassen eben die Pisastudien entsprechend grüßen. Klar, daß in einer bildungsarmen Gesellschaft, die Einschaltquoten für Verdummungsprogramme besonders hoch ansteigen, wenn man die Schraube nicht in die entgegengesetzte Richtung dreht, auch auf den Verlust von Einschaltquoten hin. Steigt die Bildung in einer Gesellschaft steigen natürlich auch die Einschaltquoten für Bildungsfernsehen, logisch oder?
Die Frage ist, nehme ich als Medium volkspädagogische Absichten wahr, die nicht auf Lügen und Dummheit aufgebaut sind, sondern auf Professionalität und Bildung zum Ziel hat oder spiele ich weiter den Pausenclown für die primitive Unterschicht!
Setzt man sich als Fernsehmedium-Verantwortlicher die Maßstäbe nach oben & folgt einer Moralvorstellung abseits der Quoten, um eine Steigerung der Qualität zu erreichen oder, will ich der Geiz-Ist-Geil-Mentalität (Quantität statt Qualität) folgen?
Ganz allgemein: Es läuft zuviel Scheiße im Deutschen Fernsehen. Wenn keine Scheiße mehr läuft, dann gewöhnt sich auch das Publikum daran und wer Scheiße gucken möchte, schaltet ohnehin ins Internet, wo man alles findet. Will man also auch das letzte geistreiche Publikum vergrämen, dann setzt man eben weiterhin auf bildungsarmes Fernsehen! Dazu gehören z.B. auch verzogene Berichterstattungen mit Halbwahrheiten von ARD und ZDF, wenn es um kritische Zukunftsthemen geht, wie beim ANTI-ISLAMISIERUNGSKONGRESS in Köln!
Ausgewogene, objektive und damit professionelle Berichterstattungen sehen anders aus!
Was nicht heißt, es dürfe keine Spaß- und Unterhaltungsshows mehr geben. Das ist auch gar nicht mit gemeint! Nur brauche ich keine 10 Abklätsche von Richtershows, 10 Abklätsche von Big Brother, DSDS und die ganze Quarksoße.Das Fernsehen macht sich somit nur selbst zu einer einzigen Satire niveauloser Einheitssoße(Pausenclown)! Wo ist der Pfeffer (der Ansporn)?
Bißchen weniger, ist wie immer mehr!