[Kommentare: 60]

Religiöse Satire

Muslime drohen mit Gewalt - Berliner Ausstellung vorerst geschlossen

Nachdem sich mehrere aufgebrachte Muslime über die Vernissage einer dänischen Künstlergruppe beschwert hatten, schloss am Mittwoch die Berliner Galerie Nord ihre Pforten. Sechs Männer drohten damit, das Gebäude mit Steinen zu bewerfen.
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Berlin -  Man denkt sofort an den Karikaturenstreit: Eine Kunstausstellung der dänischen Künstlergruppe Surrend in Berlin mit satirisch-politischen Plakaten ist am Mittwoch aus Sicherheitsgründen geschlossen worden. Nach Angaben des Kunstvereins Tiergarten haben „aufgebrachte Muslime“ am Dienstag die Ausstellung gestört und verlangt, eines der 21 ausgestellten Poster zu entfernen. Schon den ganzen Tag über habe es erregte Diskussionen vor der Galerie sowie spürbar wachsendes Interesse von Seiten der muslimischen Nachbarschaft gegeben, erzählt Ralf F. Hartmann, Leiter der von Kunstverein Tiergarten betriebenen Galerie Nord. Am Abend seien dann sechs sehr erregte junge Männer in der Galerie erschienen und hatten verlangt, ein Kunstwerk abzuhängen und damit gedroht, dass sonst Steine flögen.

Anstoß erregt hat ein Plakat mit dem Bildmotiv der Kaaba in Mekka, überschrieben mit der Zeile „Dummer Stein“. Es ist Teil einer Serie, gefolgt von dem Plakat eines Mannes mit typischer jüdischer Hutbekleidung („Dummer Hut“) und weiteren „Serienplakaten“ ironischen Inhalts. Die Ausstellung war am vergangenen Freitag vom Plakatkünstler und Präsidenten der Berliner Akademie der Künste, Klaus Staeck, eröffnet worden. Dieser bezeichnete die Drohungen als „völlig unakzeptabel“. Die Gesellschaft dürfe sich Gewaltandrohungen gegenüber Kunstwerken nicht beugen.

„Muslime in Europa müssen akzeptieren, dass sie nicht eine Kunstausstellung in einer Galerie zensieren können“, betonte der Kunstverein in einer Pressemitteilung. „Meinungs- und Kunstfreiheit sind zentrale Werte unserer demokratischen Gesellschaften. Es ist inakzeptabel, wenn einzelne Gruppen in der Lage wären, durch Drohungen Zensur zu üben.“ Die Galerie werde alles daran setzen, die Ausstellung schnell wieder zugänglich zu machen. Es gehe aber auch darum, die Sicherheit der Galeriemitarbeiter und der Besucher zu gewährleisten, so Hartmann. Eine für Mittwoch geplante Diskussionsveranstaltung mit den Künstlern sei vorsorglich abgesagt worden.

Die Künstlergruppe Surrend ist in den vergangenen zwei Jahren mit brisanten satirischen Kunstaktionen bekannt geworden, unter anderem gegen den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad und Russlands Präsidenten Wladimir Putin. Die aktuelle Aktion unter dem Titel „ZOG“ (Zionist Occupied Government“) richte sich gegen radikalisierte Gruppen vor allem im rechtsradikalen Milieu, so Hartmann. Zuletzt hatte es im Mai 2007 im Vorfeld der Caricatura Ärger gegeben, weil Surrend-Künstler Jan Egesborg in Wien festgenommen worden war. Auch in Berlin war Surrend 2007 schon mehrfach tätig.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 29.02.2008)
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Kommentare [ 60 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von marcw marcw ist gerade offline | 29.2.2008 13:54 Uhr
Ich glaub's nicht
Wer meint, bestimmen zu können, welche Kunst ausstellungsfähig und welche nicht, hat in diesem Land nichts zu suchen. Bitte gehen. Es reicht.
Comment
von jf jf ist gerade offline | 29.2.2008 14:12 Uhr
Wehret den Anfängen
Die Betreffenden einsammeln... und rausschmeissen.
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von josse josse ist gerade offline | 29.2.2008 14:20 Uhr
Herr Staeck
hat im Interview hier im Tagesspiegel online gesagt "Nach unseren Maßstäben gilt die Meinungsfreiheit auch hier uneingeschränkt".
Die drohenden Muslime haben offensichtlich mal wieder eine andere Auffassung von Freiheit. Für sie gelten ihre Maßstäbe. Und promt knickt die Galerie ein und mit ihr wir Deutschen alle.
So darf es nicht weitergehen. Es muss ein Ende haben mit dieser "Toleranz", die nur als Schwäche verstanden wird.

Hier ist staatliche Gewalt gefordert.
Wofür haben wir einen Staat, wenn er nicht unsrere Freiheitsrechte verteidigt.
Die Angreifer gehören festgestellt, festgesetzt und vor Gericht!
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von lugus lugus ist gerade offline | 29.2.2008 15:21 Uhr
Meinungsfreiheit
Ich kann es echt nicht mehr hören. Wieso lassen wir uns von solchen Antidemokraten vorschreiben was, wann und wo ausgestellt und gezeigt wird? Austellungen werden abgesagt, das TV Programm wird abgeändert etc. Was kommt eigentlich noch alles? Wenn das katholiken machen würden, weil etwas negatives über den Papst oder die Kirche gesagt würde, dann würde da kein Hahn nach krähen. Falls es Leute in unserer Gesellschaft gibt, die ein Problem mit der Meinungsfreiheit und der Pressefreiheit haben dann können sie gerne in ein anderes Land ihrer Wahl umziehen!
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von multischuldi multischuldi ist gerade offline | 29.2.2008 15:26 Uhr
Deutschland im Jahre 2008
Deutschland im Jahre 2008
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von kenny kenny ist gerade offline | 29.2.2008 15:57 Uhr
unfassbar
sowas kann und darf nicht sein. ich hoffe, die ausstellung wird doch noch eröffnet. nur das wäre das richtige signal an diese chaoten.
@lugus: in ihrer aufzählung fehlt mir idomeneo;)
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von marcw marcw ist gerade offline | 29.2.2008 15:59 Uhr
Ruf nach Schäuble
Ich würde mir jetzt endlich einmal ganz deutliche Worte von der Politik wünschen, meinetwegen auch von Schäuble. Diese deutlichen Worte von Claudia Roth zu hören oder gar von islamischen Verbänden, ist ja eh eine Illusion. Auch Wowereit als unser Bürgermeister darf sich äußern, mal kommentieren, was er denn davon hält, was in seiner Stadt alles so möglich ist.

Dulden wir jetzt schon Sittenwächter a la Iran zwischen uns?
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von urak urak ist gerade offline | 29.2.2008 16:00 Uhr
Sehr geehrte Redaktion,
ich möchte Sie bitten obenstehenden Kommentar wegen möglicher Verunglimpfung des Ansehens Verstorbener umgehend zu entfernen.
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von kb kb ist gerade offline | 29.2.2008 16:01 Uhr
Wäre an der Zeit,
dass sich mal ein Politiker zu dem Thema äußert. Ist ja nun kein alltäglicher Vorfall, dass in dieser Stadt die Freiheit der Kunst (oder generell: der Meinungsäußerung) durch die Androhung von Gewalt eingeschränkt werden soll.

Berlin soll doch angeblich Weltstadt sein - und nicht Hintertupfingen.
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von marcw marcw ist gerade offline | 29.2.2008 16:03 Uhr
Es heißt...
... man arbeite derzeit an einer Gefahrenanalyse und an einem Sicherheitskonzept, um die Ausstellung wieder zugänglich zu machen.

Ich würde drei Türsteher-Schränke mit Baseball-Keulen vor den Eingang stellen, und jeder, der meint, aufmucken zu können, bekommt eins auf die Glocke. Das wäre mein Sicherheitskonzept und eine adäquate Antwort auf diese ungeheuerliche Dreistigkeit.
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von unbekannt | 29.2.2008 17:02 Uhr
marcw: Pragmatismus
ist in manchen Situation doch ganz gut.

Warum sollte man mit Steinen drohenden auch diskutieren?

Wenn die könnten, wie sie wollten, dann würde alles noch ganz anders aussehen.
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von klaus_weiss klaus_weiss ist gerade offline | 29.2.2008 16:08 Uhr
Die Freiheit der Kunst und des ...
... künstlerischen Ausdrucks ist ein hohes Gut. Wie meine Vorredner unterstreiche ich das und verknüpfe meine Meinung mit der Forderung nach Aufführung des Films "Das Leben des Brian" im Kölner Dom.
Comment
von lukas lukas ist gerade offline | 29.2.2008 18:42 Uhr
Bitte im Berliner Dom!
Ich habe keine Lust nach Köln zu fahren.
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von nachdenken nachdenken ist gerade offline | 29.2.2008 16:09 Uhr
Respekt?!
@peter und ingeboorg
Bedauerlich das dies von einigen Zeitgenossen hier sofort wieder als Anlass zum unverhohlenen Rassismus genommen wird. Um den link zu einer gemeintschaftlichen Trauer in Ludwigshafen zu legen und sich über eine solche zu beklagen deutet schon von Menschenverachtung die Unterschied macht zwischen Unglücksopfern nach ethnischer Herkunft. Und diese unsachliche und völlig unfundierte Angstmacherei in Richtung Sharia ist eben nicht mehr als nur eine solche. Spiegeln die Gewalt der Neonazis die Mehrheit der Deutschen wieder? Müssen wir bald wieder mit der Einführung der Rassengesezte rechnen? Ich denke nein. Warum also die Aktionen einiger ungebildeter Radikalinskis als Rechtfertigung für die Hetze gegen eine ganze Volksgruppe nehmen. Beschämend. Zur Erinnerung, vor einiger Zeit haben noch Deutsche Politiker die Demontage einer Freiheitsstatue mit Stinkefinger gefordert weil sie mit Hinsicht auf Amerikanischen Besuch beleidigend wäre.
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von ludwig ludwig ist gerade offline | 29.2.2008 22:13 Uhr
Ehrliche Frage
Liebe Ingebooorg, lieber Petter,
ist das Euer Ernst oder übt Ihr Euch in der Freiheit der Satire?
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von nachdenken nachdenken ist gerade offline | 29.2.2008 16:35 Uhr
Respekt?! 2
Ich sehe die kritisierten Kommentare sind entfernt. Danke dies sollte kein Forum für Rassismus sein dürfen.
Bevor die Diskussion wieder außer Proportionen hochkocht, es besteht wohl Konsens darüber das in keinem Fall mit Gewalt gedroht werden darf, im Gegensatz zu den Mohamedkarrikaturen die wirklich ganz fundamental religiöse Tabus von vielen Menschen verletzen darf auch bezweifelt werden ob diese Grenze hier überschritten ist. Es zeigt vor allem den dringenden Bedarf an einem gegenseitigen Austausch und Näherkommen, und die Vorurteile sind da mindestens ebenso stark in unserer angeblich so aufgeklärten Kultur. Auch bei uns gibt es Tabus in der Meinungsfreiheit (z.B.Holocaust) ohne das jemand dies als fundamentelle Bedrohung derselben sähe. Dies ist eine Doppelmoral. Und zwischen Nachgeben an jeden Druck einer kleinen Gruppe und dem Zeigen von einem Gefühl von Respekt Muslimen allgemein gegenüber ist schon ein Unterschied. Emanzipation ist Vorraussetzung für Integration.
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von hans hans ist gerade offline | 29.2.2008 17:58 Uhr
Ich weiß nicht,
...was Sie mit 'Vorurteile unserer angeblich so aufgeklärten Kultur' meinen. Ich meine es gibt keine Vorurteile gegenüber irgendeiner 'ganzen Volksgruppe' in diesem Land. Oder?
In diesem Artikel geht es schlicht darum: 'Muslime in Europa müssen akzeptieren, dass sie nicht eine Kunstausstellung in einer Galerie zensieren können'. Punkt.
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von nachdenken nachdenken ist gerade offline | 29.2.2008 19:57 Uhr
Differenzierungsvermögen @hans
Es ist erstmal erstaunlich das eine Aktion von einer Handvoll Leuten gleich wieder auf eine ganze Glaubensgruppe bezogen wird. Hier fehlt wieder einmal komplett das Differenzierungsvermögen.
Das ist nichts anderes als würden wir Aktionen eines Spinners wie Roy auf alle Christen beziehen, oder wegen der rechten Gewalttaten in diesem Land alle Deutsche zu Rechtsextremen bestempeln die Toleranz noch lernen müssten. Es hat etwas sehr Überhebliches und Dummes dieses Nichtdifferenzieren wollen oder können. Die übergroße Mehrheit der Muslime dieser Welt ist wesentlich toleranter als Sie denken (siehe die aktuelle Gallup Studie) Dieses hysterische Geschrei DIE Muslime würden uns demnächst noch das Essen von Schweinefleisch u.s.w.verbieten was in diesen Diskussionen schnell auftaucht zeugt von dieser mangelden Aufklärung.
Das diese Tat zu verurteilen ist darüber sind wir uns einig. Merkwürdiger Weise äussert sich niemand zu den von mir aufgezeigten Widersprüchen im Umgang mit Meinungsfreiheit
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von klaus_weiss klaus_weiss ist gerade offline | 1.3.2008 5:16 Uhr
@hans
Darf mittlerweile jeder Irre, der mit sogenannten Plakaten (haben Sie sie gesehen?) nur provozieren will, Künstler genannt werden und einen Jagdschein erhalten? In der Reihung "Dummer Stein - Dummer Hut - Dummer Block - Dummer Vegetarier" nun ausgerechnet die Kaaba zu verwenden, ohne Hirn und Verstand, von "freigeistigen Dänen" (also frei von Geist), das ist Kunst? Nicht mal entartet, wie sich deutsche Kleriker auszudrücken belieben? Aber ich vergaß: Wir Deutschen haben ja seit Jahrhunderten auf vorbildliche Weise Presse- und Meinungsfreiheit geschützt, dafür sind wir richtig bekannt geworden in der Welt ... Das Spiel "Moslem-Bashing" ist offenkundig eine der Lieblingsfreizeitbeschäftigungen vieler der üblichen Verdächtigen unter den Kommentatoren, die andererseits wohl den Glauben an die unbefleckte Empfängnis bis zum letzten Blutstropfen verteidigen würden ... Ich glaube "Einsammeln und rausschmeißen" a la @jf zeigt wohl eher, worum es geht.
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von quefaire quefaire ist gerade offline | 1.3.2008 11:57 Uhr
@klaus_weiss
Soso, jetzt sind also Menschen, die mit "anstößiger Kunst" provozieren also Irre. Womöglich empfindest Du diese Kunst sogar als entartet? Willst Du bestimmen, wer sich Künstler nennen darf und wer nicht? Du offenbarst hier ein sehr intolerantes Kunstverständnis.

Freiheitliche Gesellschaften müssen mit solchen Provokationen umgehen können. Alle Religionsgemeinschaften müssen gleich behandelt werden.
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von unbekannt | 29.2.2008 16:56 Uhr
Alles muß gezeigt werden
Genau. Der Meinung bin ich auch.

Die Leute, die mit Steinen zu schmeißen drohen, weil sie ihre Religion "beleidigt" sehen, würden diese Leute auch jemanden umbringen? Ist denen Leben etwas Wert? Ist nicht das genau der Grund, warum es diese Ausstellungen gibt?

UND IHR VERTRETER DER MEINUNGSFREIHEIT: WANN BEQUEMT IHR EUCH, ZUR AUSSTELLUNG ZU GEHEN UND FÜR DIE FREIHEIT DER MEINUNG MIT EIGENER KRAFT EINZUTRETEN STATT NACH DEM STAAT ZU RUFEN?

Ist vielleicht auf dem Charlottenburger Sofa auch bequemer.
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von eastside64 eastside64 ist gerade offline | 29.2.2008 17:41 Uhr
Ich trete zum Islam über ...
Ich gehöre dann zu den 1,3 Milliarden Muslimen in aller Welt, kann endlich chronisch Beleidigtsein und zu unvorhersehbaren Reaktionen neigen und es entsprechend ausleben !
Comment
von jf jf ist gerade offline | 29.2.2008 17:47 Uhr
Muslime drohen mit Gewalt !
Die Zeit des „Dialogs“ speziell mit solchen Leuten muß vorbei sein, was hat der denn gebracht bisher???
Wir sollten endlich lernen, deren "Sprache" zu verstehen und ihnen ggf. dann entsprechend auch deutlich antworten!!!

Die Britin im Sudan, die unbedacht einen Teddybär Mohammed genannt hatte (...), landete da sofort im Knast mit der Option, zumindest Forderung der Bevölkerung dort nach der Todesstrafe – wie lange will sich die westl. Welt und wir hier jetzt hierbei von diesen un- dafür aber eingebildeten gefährlichen „religiösen“ Irren noch bedrohen und terrorisieren lassen, bis sich hier mal eine Reaktion einstellt?

Wird Zeit mal die Augen aufzumachen, bei der Gelegenheit auch mal einen Blick auf den bisherigen Verlauf des vorangegangen äußerst einseitigen „Dialogs“ zu werfen – außer Forderungen bis hin zum Verfassungsgericht gab es ansonsten nur das übliche Beleidigtsein, wenn die hiesige Seite nicht sofort begeistert eingeknickt ist, wie bisher vorrauseilend „verstehend“.
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von nachdenken nachdenken ist gerade offline | 29.2.2008 20:33 Uhr
@jf
Dialog mit Muslimen hat es bei uns kaum gegeben, das Wissen über Muslime ist marginal und auf wenige reißerische Beispiele von Intoleranz beschränkt, so wie dieser Fall. Dialog mit Islamisten ist sinnlos da sind wir uns einig, genauso wie mit fundamentalistischen Christen. Islamismus und Islam sollte man aber schon auseinanderhalten. Die meisten Opfer von Islamisten sind Muslime, das könnte denen zu Denken geben die hier gleich einen Kampf der Kulturen sehen wollen. Und wenn man ein Entwicklungsland wie Sudan als Vergleich heranzieht sollte man bedenken das unsere jetzige Freíheit auch noch sehr jung ist (Noch bis in die 60er wurden in Deutschland Schwule polizeilich verfolgt). Überheblichkeit ist dann schnell unangebracht.
Comment
von jf jf ist gerade offline | 29.2.2008 17:49 Uhr
Rote Karte...
... für alle radikalen Bedroher dieser Gesellschaft, egal ob Rechts-/Linksextremisten oder eben Islamisten!
Comment
von jf jf ist gerade offline | 29.2.2008 17:58 Uhr
@klaus_weiss
Ihr Alltag in der Schule scheint Sie in letzter Zeit ganz schön zu schlauchen scheinbar, zumindest habe ich seit geraumer Zeit diesen Eindruck, zumal Sie bedauerlicherweise jetzt schon öfters mal für mich wie hierbei nicht mehr so ganz nachvollziehbar kommentieren - das inkriminierte Plakat hängt in einer Kunstgalerie und nicht in einer Moschee...
Comment
von dali dali ist gerade online | 29.2.2008 20:26 Uhr
naja @klaus... und jf
ich seh' das etwas anders,

der Ausstellungsort ist ja nun nicht die Moschee am Culle, insofern hinkt Dein Vergleich, klaus..,
auch ist "das Leben des... ja nicht antireligiös, sondern antiklerikal.
aber die entscheidende Sache ist für mich,
wenn man eine solche Ausstellung machen will,
dann weiß man vorher, was da kommt
und trifft seine Vorkehrungen bzw. man hält das dann auch durch.
So, wie es abging war es dann doch nur die zur Schau Stellung von "seht mal, wie die hier drauf sind" und bewirkt schlimmstenfalls, dass hier einige Leute meinen, nur ein bisschen drohen müssen und schon knicken die doofen Schweinefresser sofort ein.
Tolle Darstellung von "gelebter Kunstfreiheit".

Aber die schärfsten Sprüche dazu habe ich gerade in der ABENDSCHAU gehört,
"das können die nicht machen, BERLIN IST EINE ISLAMISCHE STADT",
da fiel mir denn doch die Kippe aus dem Mundwinkel,

wenn das unter unserem Mitbürgern Konsens ist, müssen wir denen das Eine oder Andere nochmal erklären.
Comment
von konfuzius konfuzius ist gerade offline | 29.2.2008 18:44 Uhr
Die "Künstler" haben ihr Ziel schon erreicht

Ich finde es bestürzend, dass ein "Künstler" einfach nur ein anderes Volk im Namen der "Meinungsfreiheit" beleidigen kann und sich dann auch noch hinter selbiger zu verstecken versucht.

Es gibt in jeder Gesellschaft bestimmte Tabus, welche auch die Grenzen der künstlerischen Freiheit bestimmen. Unsere lauten harte Pornographie, Rassismus, Volksverhetzung, Verherrlichung des Nationalsozialismus und Leugnen des Holocaust. Wir sollten lernen, zu respektieren, dass andere Völker ebenfalls - andere - Grenzen der Kunstfreiheit haben. Das ist für uns keine Frage von Recht und Unrecht, sondern einfach der Moral.
Comment
von klaus_weiss klaus_weiss ist gerade offline | 29.2.2008 18:52 Uhr
@jf
"Die Betreffenden einsammeln... und rausschmeissen."

Sie charakterisieren sich selbst. Das muß ich nicht tun.

"Dummer Stein" als Bezeichnung für das Heiligtum in Mekka? "Blödmann am Kreuz" ginge dann in einer öffentlichen Galerie in Ordnung? (Ich bin ja mal gespannt, ob das veröffentlich wird.) Das hätte dann nichts mehr mit Beleidigung zu tun, sondern nur noch mit Freiheit der Kunst? Die Wehrmachtsausstellung wurde von Deutschen wegen weniger beschädigt.
Comment
von quefaire quefaire ist gerade offline | 1.3.2008 11:42 Uhr
"Blödmann am Kreuz"
@klaus_weiss

Solche Karikaturen (Die es übrigends schon seit der Antike gibt) müssten und würden die Christen hier hinnehmen. Warum? Weil das Christentum lehrt, solche Dinge mit Demut zu ertragen. Ja ich bin mir bewusst, dass die christlichen Geschichte von Intoleranz nur so strotzt, bis in unsere Tage (siehe Popetown-Debatte). Trotzdem gibts in der Bibel klare Verhaltensregeln für so einen Fall. Und hier zeigen sich dann schon Unterschiede zwischen den Religionen - man muss nur mal in die jeweiligen heiligen Bücher schauen.
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von unbekannt | 29.2.2008 18:53 Uhr
@nachdenken
es ist immer sehr hilfreich, wenn bei berechtigter Kritik an islamischer "Wertvorstellung" die Rassismuskeule ausgepackt wird. Godwin's Gesetzt läßt grüßen. Natürlich ist das ein Problem..weltweit sogar. Wann immer der islam sich in irgendeiner Form beleidigt fühlt, muß mit intensiver gewalt gerechnet werden. Sei es bei dalman Rushdie, bei den Morden des Kritikers in Holland, bei den Mohamedkarikaturen, bei einer Opernaufführung und jetzt in einer Kunstgalerie...wo irgendwie alle ihr "Fett" abbekommen. Zensur durch Religionen ist nicht hinnehmbar und es muss gegen solche Gewalttäter harte Konsequenzen geben. Genau die radikalen Muslime sind für das Bild über sie in der Öffentlichkeit in 1. Linie verantwortlich...da hilft auch kein Verweis auf angebliche "schlechte" Zeiten oder den Staat, als Allmachtsverantwortlichen für jegliche gesellschaftliche Fehlentwicklung.
Comment
von unbekannt | 29.2.2008 18:58 Uhr
wo würde wohl
ein solches Bedrohungsszenarium gegen eine muslimische Galerie, die das Christentum karrikiert stehen...sicher nicht versteckt unter Kultur am unteren Ende, oder? Die neuesten Entwicklungen zum Brand in Ludwigshafen stehen ja auch unter der Rubrik "Welt" ziemlich weit unten!
Comment
von westler westler ist gerade offline | 29.2.2008 19:09 Uhr
Na siehste...
Kommentar zu "nach dem Staat rufen"
Der Staat hat das Gewaltmonopol und sollte dies auch nutzen. Dafür zahlen wir Steuern, deshalb sollen wir uns nicht bewaffnen.
Wie es aber aussieht muss man Steuern zahlen für Politiker und für den öffentlichen Dienst(Polizei) die diese Antidemokratischen Handlungen von Islamisten hier völlig ignorieren.
Was bleibt ist: sich selbst bewaffnen und seine Freiheit selber Verteidigen und sich auch die Steuern zu sparen die eigentlich zum Fenster rausgeschmissen sind

Comment
von timchen timchen ist gerade offline | 29.2.2008 19:14 Uhr
Wozu diese Provokationen?!
"Der Westen sollte alle Provokationen unterlassen, die Gefühle von Erniedrigung und Demütigung hervorrufen. Wir sollten die kulturelle Identität der islamischen Länder mehr achten"

Horst Eberhard Richter
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,399575,00.html
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von thomas.fischer.berlin thomas.fischer.berlin ist gerade offline | 1.3.2008 22:18 Uhr
Ihr Zitat ist völlig fehl am Platze, weil....
... wer droht mit "Steine-schmeißen" und damit mögliche schwere Körperverletzungen? Wer behauptet (wie der gestrige Abendschau-Bericht zitiert), "... Berlin ist eine islamische Stadt"? Wer ist andauernd chronisch beleidigt? Wer unterdrückt Frauen und Mädchen? Wer billigt Ehrenmorde oder beruft sich auf entsprechende Wertvorstellungen, womöglich noch als Argument für eine eventuelle Strafmilderung in einem Prozeß? Wie unbedarft muß man sein, um diese Tatsachen andauernd zu ignorieren? Wie schon fast üblich, hört man in diesem Zusammenhang wieder einmal nichts von Bekir Alboga oder Kenan Kolat. Wie lange wollen sich hier lebende integrierte Normalbürger ausländischer Herkunft dies noch bieten lassen? Noch kann man vielleicht sarkastisch Henryk M. Broder zitieren: "Hurra, wir kapitulieren!" Ich hoffe inständig, daß es nicht eines baldigen Tages heißt: "Inschallah, wir haben kapituliert."
Comment
von jf jf ist gerade offline | 29.2.2008 19:45 Uhr
@Lieber Tagesspiegel
Treffend, als ich den Artikel hier gespeichert habe, kam als Dateiname griffig: "Galerie-Nord-Surrend.htm". Wäre auch eine schöne Überschrift gewesen....
Comment
von unbekannt | 29.2.2008 19:52 Uhr
Rassismus?
Hier wird in den Kommentaren öfters Religion und ethnische Abstammung verwechselt. Das sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe. Bin ich ein Rassist, weil ich Religionen grundsätzlich für einen falschen Weg halte?

Ansonsten: Stoppt diesen religiösen Terror! Was tut zB unser Party-Bürgermeister?
Comment
von maxim maxim ist gerade offline | 29.2.2008 19:58 Uhr
nicht hinnehmbar
daß ein muslimisch geprägter Straßen-Mob einer Galerie mit Gewaltandrohung eine Ausstellung verbieten will/kann, ist nicht hinnehmbar.

Im übrigen hilft das seitens "links" eingestellter Zeitgenossen praktizierte Kleinreden und Beschwichtigen solcher Probleme, und das Verleugnen der tatsache, daß der heutige Islam in großen Teilen eine totalitäre, radikal freiheitsfeindliche Ideologie ist, auch nicht weiter.

Knickt man ein, bekommen die Muslime bzgl. solcher Probleme noch mehr Lufthoheit (als sie ohnehin schon haben.. )

Niemand wird hier übrigens pauschal verdammt.
Dann braucht die Ausstellung eben Polizeischutz (wie z.B. jüdische oder amerikanische Einrichtungen sowieso immer).

Wer diese potentiellen Gewalttäter noch verteidigt, und noch sagt, dies habe irgendwo mit dem "links sein" zu tun, dem ist nicht mehr zu helfen. Wer das verteidigt, unterstützt den Totalitarismus.
Comment
von westler westler ist gerade offline | 29.2.2008 21:22 Uhr
Z.B. weil
diese sich nämlich mit diesen Intoleranten Typen solidarisieren und diese Gewaltandrohung auch gutheissen und sich NICHT distanzieren.
Das Gleiche gilt für die Hordenbildung gegenüber der Polizei, um Verbrecher die festgenommen werden sollen mit Androhung von Gewalt Freizupressen.
Ich würde mich von Verbrechern distanzieren, diese Menschen tun dies nicht und deshalb sind sie mitverantwortlich und müssen dafür auch haften. Und schon wieder das Gesabber über "die Rechten" entschuldigt diesen ständigen Terror dieser Leute nicht.
Und kommen Sie jetzt nicht wieder mit dem Gesülze über soziale Armut, denn Integration teilt auch Werte.
Comment
von kritik_er kritik_er ist gerade offline | 29.2.2008 21:42 Uhr
Moslems drohen mit Gewalt?
Da gibt es nichts zu diskutieren!
Dann sind jene im falschen Land.

Ich persönlich bin es leid, mich mit Befindlichkeiten von Moslems auseinandersetzen zu müssen!

Damit hätte ich (bis noch vor wenigen Jahren) "bei mir zuhause" nie gerechnet und es stinkt mir gewaltig.

Ich selbst bin zumindest Agnostiker, wenn nicht gar Atheist (was zu diskutieren wäre), habe aber auf deutsch gesagt "keinen Bock" auf eine wie auch immer geartete Religiosierung.

Religionsfreiheit bedeutet vor allem auch frei von Religion sein zu dürfen.

Haben wir die Aufklärung vergessen?

Fassungslos grüßt
kritik_er

Seite : 1 2 >> (2 Seiten)

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