Kultur : a2 +b2 =c2

ALICE AGNESKIRCHNER

Mathematik entspringt der Faszination des Erkennens von Zusammenhängen; in ihrer Anwendung stellt sich heraus, daß es ungemein fesselnd und befriedigend sein kann, logische Wahrheiten anzuwenden.Das hat man als Schüler meist nicht vermittelt bekommen.Wer will, kann das jetzt nachholen.Das Eiszeit-Kino zeigt eine Zusammenstellung von 20 mathematischen Kurz-Videos, das "Videomath Festival".

Kreise, Rechtecke, Kugeln und Quader verwandeln sich nacheinander ineinander, ihre sonst nicht so sichtbaren Beziehungen zueinander werden ihnen entlockt.Verblüffende Zufälligkeiten denkt man, obwohl man weiß, daß es Gesetzmäßigkeiten sind.Ob die Endlichkeit des Universum, die Unendlichkeit der Universen, die Geschwindigkeit, die Evolution, oder historische Persönlichkeiten - mit Hilfe der Computeranimation kann alles anschaulich gemacht werden.

Die zwei- bis sechsminütigen Videos des Math-Festivals wurden von Mathematikern oder im Auftrag von Mathematikern gemacht und auf dem Mathematiker-Kongreß vergangenes Jahr in Berlin vorgestellt.Dennoch richten sie sich an den Laien.Der wird bei der Betrachtung aber nicht in alle Unbekannten der Mathematik eingeführt, vielmehr soll er sich amüsieren.Imaginäre Wesen aus verschiedenen Quaderanordnungen, die den Überlebenskampf der Evolution nachstellen, Seifenblasen und geometrische Formen, die eine Beziehung eingehen, Raumschiffe, die die zweite und dritte Dimension verdeutlichen, a2+b2=c2 (der Satz des Pythagoras) unter Zuhilfenahme von Kaffekannen erklärt - das alles ist schön anzusehen.Neben der längst legendären Cannes-Werbe-Rolle, her mit ihr, der Mathe-Rolle.

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