Kultur : Ab in die Wüste

Reinhold Messner hat die höchsten Gipfel der Welt bestiegen. Doch mit Achttausendern hat er abgeschlossen. Er sucht jetzt die Hitze und das Weite

Kai Müller

Der König der Abenteurer wohnt auf einer Burg. Umringt von schneebedeckten Dreitausendern steht sie auf einem einsamen, mit Weinstöcken bewachsenen Felsen hoch über dem Südtiroler Etschtal wie in einem Märchen. Und wirklich: Als er Burg Juval vor Jahren erwarb, ging für ihn, den Mann der Berge, ein Traum in Erfüllung. Doch jetzt möchte er die Berge manchmal am liebsten nicht mehr sehen. Einerseits haben ihm seine Landsleute den Anblick vergällt. Denn sie wollen sein Bergmuseum nicht haben, für das er die letzten Jahre gekämpft hat.

Andererseits … aber das ist eine lange Geschichte. Tatsache ist, dass Reinhold Messner, der auf allen 14 Achttausendern gestanden und das Bergsteigen mehr als einmal revolutioniert hat, den Bergen den Rücken kehrt. Die Ebene ist zur größeren Herausforderung geworden. Er hat beschlossen, in die Wüste zu gehen. Und es ist ein Aufbruch mit symbolischer Bedeutung: Während seine EU-Parlamentskollegen mit dem Ende der Legislaturperiode 2004 in den Wahlkampf ziehen, legt er sein Mandat nieder und wählt die Wüste. Er hat das schon einmal gemacht, 1992, als er die Takla Makan im Nordwesten Chinas durchquerte. „Das Üppige, Fette, Barocke ist nicht meine Welt“, wird Messner später sagen und seine Lieblingslandschaften aufzählen. Allesamt wüstenhafte Regionen.

Vielleicht hat es mit dem Alter zu tun – mit 58 kann man keine Höhenrekorde mehr brechen. Oder damit, dass Messner 1995 beim Klettern an der Außenmauer seiner Burg so unglücklich stürzte, dass er sich das Wadenbein brach. Möglicherweise beginnt die Geschichte auch an jenem Nachmittag des 26. Juni 1970, da fünf Männer in einer senkrechten Eiswand vor zwei kleinen Zelten kauern und den Knack- und Knistergeräuschen eines Funkgeräts lauschen. Seit Wochen versuchen sie, die Rupalflanke des Nanga Parbat zu bezwingen. Immer wieder haben Neuschneemassen sie aus dieser höchsten aller Wände vertrieben. Jetzt, bei ihrem letzten Versuch, sind sie bis auf 6700 Meter gekommen. Da taucht im Süden eine breite Wolkenfront auf. Ist das das Aus?

Reinhold Messner bedient das klobige Teleport-Gerät. Er spricht mit dem Basislager über den Wetterbericht. Ein Raketen-Signal wird vereinbart. Im Tal soll eine blaue Rakete bei gutem, eine rote bei schlechtem Wetter abgeschossen werden. „Die rote Rakete wird nicht eigens besprochen“, erinnert sich Expeditionsleiter Karl Maria Herrligkoffer, der tief unten am anderen Ende der Leitung sitzt. „Bei schlechtem Wetter wäre der Gipfel des Achttausenders sowieso nicht zu erreichen, und ein Vorstoß käme einem Selbstmord gleich.“ Doch Messner sieht es anders: „Wenn der Wetterbericht schlecht ist, will ich versuchen, allein hinaufzugehen, so weit ich kann. Auch bis zum Gipfel.“

Messner galt unter den 18 Bergsteigern der Expedition als bester Kletterer. In den Alpen hatte der 25-Jährige die schwierigsten Wände schneller als jeder andere durchstiegen, erst ein Jahr zuvor meisterte er die Droites-Nordwand im Alleingang. Dass die Rupalwand anzugehen an Kühnheit nicht zu übertreffen war, wusste er, doch im Himalaja war er ein Neuling. Als am Abend eine rote Rakete zu sehen ist, steht sein Entschluss fest. Noch in der Nacht bricht er auf. Ohne Proviant, ohne Gepäck. Nur das Nötigste hat er in seinen Anoraktaschen verstaut. Es ist wie der Bauplan seines Abenteurertums: eine Idee fassen und einfach losgehen.

Ein schmaler Privatweg führt hinauf. Die in den Hügel gefalteten Serpentinen nach Juval sind ein Pilgerpfad, der direkt ins spirituelle Zentrum des Messner-Universums führt. Aus der halb verfallenen Ruine hat der Burgherr und millionenschwere Bestseller- Autor ein Museum der Bergreligionen gemacht. Den Eingang zieren goldene Inka-Sonnen, im Innenhof stehen Himalaja-Zedern, zwischen Mauerresten sind Figuren des Bergphilosophen Milarepa untergebracht. Tibetische Gebetsflaggen flattern im Wind. Der Komplex soll einmal Teil eines auf mehrere Orte verteilten Messner Mountain Museums werden, dem die Bozener Landesregierung derzeit jedoch ihre Zustimmung verweigert. Was den Initiator und Namenspatron tiefer kränkt, als er zugeben mag. Denn er fürchtet, dass sie es nur nicht haben wollen, weil ausgerechnet er es ist, der es aufbauen will.

Als Messner vor die Tür tritt, muss er blinzeln. Er sieht die Sonne nicht oft. Der Vater von vier Kindern verbringt die meiste Zeit mit Schreiben. Oder er eilt als Abgeordneter zwischen Straßburg, Brüssel und Meran hin und her, zuletzt sogar in den Irak. Das von körperlichen Strapazen zerfurchte Gesicht hat etwas Strenges, Skeptisches. Wenn sich hinter dem dichten Vollbart doch einmal ein Lächeln zeigt, dann begleitet es Sätze wie: „Je älter, desto radikaler werde ich.“

Es liegt nahe, in dieser luftigen Höhe über Berge zu sprechen. Doch Messner würdigt sie keines Blickes. Die Wüste ist sein Thema. „Wenn wir einen Berg besteigen“, erklärt er seine Faszination, „stellt der Gipfel den natürlichen Fluchtpunkt dar. In der Wüste ist das anders. Dort ist man viel verlorener. Schon nach wenigen Tagen kommt das Gefühl dafür abhanden, wie lange man unterwegs ist und wie lange es noch dauert. Man führt ein Leben in sich. Ein abgeschlossenes Leben. Deshalb irrt man nicht zwangsläufig umher. Aber man legt einen Weg zurück, den es nicht gibt. Er ist bloß Teil einer imaginären Landkarte im Kopf.“

Sand, Dürre und Stille. Die Wüste verlangt eine andere Form der Anpassung. Sie verschluckt einen. Sie saugt einen förmlich auf. Bis man sich selbst ein Fremder geworden ist. Darin gleicht sie einem seelischen Schmerz, den man nicht überwinden oder besteigen kann wie einen Gipfel. Vielleicht ist die Wüste deshalb das Terrain alter oder zu früh alt gewordener Männer. Sie wissen, dass am Gipfel die Sinnlosigkeit am größten ist. Der Gipfel ist ein Privileg der Jugend.

Auch Messner war einmal von dem Vollkommenheitsgefühl eines „jungen Siegfrieds“ erfüllt. Aber das ist lange her. Heute fällt es ihm schwer, sich daran zu erinnern, wie er sich keuchend und hustend dem Gipfel seines ersten Achttausenders näherte. Er weiß noch: Als ihn noch 300 Meter vom höchsten Punkt trennten, sah er unter sich eine zweite Gestalt – seinen Bruder Günther. Kurz entschlossen und gegen alle Absprachen war der 23-Jährige ihm nachgestiegen, wollte den Älteren, den Alleingänger, nicht ziehen lassen. Hätte er ihn zur Umkehr bewegen sollen? Nicht eine Sekunde hat Reinhold es erwogen. Für beide gab es nur ein Ziel. Und so erreichten die jüngsten Bergsteiger des Herrligkoffer- Teams den höchsten Punkt des „Schicksalsbergs“, an dem so viele deutsche Expeditionen schon gescheitert waren, gemeinsam. Sie gaben sich die Hand. Wie sie es immer taten, wenn sie in den Alpen mal wieder oben angekommen waren.

Die Brüder im Narkosezustand

Erst später wird Messner sich eingestehen: „Jeder Berg, den ich erklettert habe, ist ein zerstörter Traum.“ Plötzlich erlosch alle Neugier, er fragte sich, warum er sich das überhaupt hatte antun müssen. Es war ein schrecklicher Moment. Günther war von der Aufholjagd ausgebrannt und traute sich nicht mehr, über die steile Aufstiegsroute wieder hinabzugehen. Messner ahnte, dass sie in der Klemme saßen. Das schlechte Wetter konnte sie bald aus der Wand fegen, sie hatten nicht mal ein Sicherungsseil dabei, geschweige denn Nahrungsmittel. Biwakieren mussten sie unter freiem Himmel, die Füße in Aluminiumfolie gewickelt, und der Sauerstoffmangel zehrte die Energiereserven schnell auf. „Unser Zustand war der von Narkose-Patienten“, berichtet er. Da entschlossen sie sich zu einem verwegenen Schritt: Sie verließen das vertraute Gelände und wandten sich der anderen Bergseite zu. Zunächst in der vagen Hoffnung, an anderer Stelle in die Rupalwand wieder einzusteigen. Aber als das nicht ging, stiegen sie über die unbekannte, aber leichtere Diamir-Seite ab. Günther Messner überlebte diesen „alpinen Lausbubenstreich“ (Herrligkoffer) nicht. Am Fuß der Wand wurde er von einer Eislawine verschüttet.

Für Reinhold Messner ist diese Tragödie das „Schlüsselerlebnis“ seines Lebens. Es dauert nicht lange, bis er die Unterhaltung auf das Ereignis lenkt, das sein Dasein „in zwei Teile zerrissen“ hat und jeden anderen bewogen hätte, das Bergehinaufgehen sein zu lassen. Sechs Zehen wurden ihm damals amputiert, und auch von den Fingerkuppen musste erfrorenes Fleisch geschnitten werden. Die glatten Dolomiten-Wände waren für ihn erledigt und das meiste andere, wovon er geträumt hatte, auch. Schlimmer war nur die seelische Pein. Nicht nur, dass er die heimlichen Vorwürfen seines Vaters ertragen musste, sein Gedächtnis arbeitete so ungenau, dass die wie in einem Wachtraum gespeicherten Bilder an ihm zu nagen begannen. „Ich wusste, dass ich nicht weitermachen konnte wie bisher: ein bisschen studieren, von Stipendien leben und gelegentliche Bergführerjobs annehmen.“

Messner hängte seine Bergschuhe an den Nagel und versuchte, ein bürgerliches Leben zu führen. Aber so ging es auch nicht. Zuerst trieb ihn nur die Suche nach seinem verschollenen Bruder zum Nanga Parbat zurück. Dann wollte er nur eines. Noch einmal oben stehen. Die Todeszone wurde zur Obsession. Es zählte nur noch das Maximum. Und so trieb er den Horizont des Menschenmöglichen immer weiter über dessen Gesetze hinaus. Vor 25 Jahren erklomm er als Erster ohne künstlichen Sauerstoff den Mount Everest. Mediziner und Fachleute hatten ihn schlicht für wahnsinnig erklärt.

Von einem Übermenschen hat Reinhold Messner indes wenig. Wie er dort mit dem Rücken an die Burgmauer gelehnt, ein Bein angewinkelt, hockt. In der Rechten spielt er unablässig mit einem Schlüsselbund, und häufig wischt er sich mit der Linken über die Augen, die unter buschigen Brauen liegen. Seine eisige, manchmal rechthaberische Art, mit der er seine Theorien verbreitet, fällt von ihm ab, sobald er Geschichten erzählt. Er hat eine Gabe, sich in die Lage anderer zu versetzen. In Amundsen, Shackleton oder Scott. Meist tut er es allerdings, um ihre Schwächen zu entdecken. Und dann entwickelt er wieder eine Theorie.

Messner polarisiert. Er bedauert das auch nicht. Als „Grenzgänger“, der Tabus verletzt, hat er das Leben eines Außenseiters gewählt. Selbst seine Frau kann ihn nicht zurückhalten. Die Gefahren, die eine solche Fremdwerdung mit sich bringt, hat er meist durch gleichwertige Seilpartner aufzufangen versucht. Mit Peter Habeler ging er 1978 ohne Sauerstoffmaske auf den Everest, mit Hans Kammerlander stand er auf sieben Achttausendern und an der Seite des Navigators Arved Fuchs durchquerte er 1989/90 zu Fuß die Antarktis. Trotzdem endeten diese Beziehungen im Streit. Meist fühlte Messner sich hintergangen. Seine Gefährten hätten auf seinem Rücken „Anti-Messner-Bücher“ veröffentlicht, während er über seine Partner „Heldengeschichten“ zu erzählen glaubt. Zumindest: „Niemand hat einen finanziellen Nachteil davon gehabt, sich mit mir einzulassen“, sagt er. Und im Übrigen: „Es ist sehr leicht von der Position des Altruisten aus auf den Egoisten zu zeigen und seine Lebensweise als unsozial zu verdammen. Ich stehe zu meinem Egoismus. Meine Erfahrung sagt: Die selbsternannten Altruisten sind die schlimmsten Egoisten.“

Er gilt als „Menschenfresser“

In der Wüste kann ein Egoist nicht überleben. Jedenfalls nicht aus eigener Kraft. Und so ist Messners größte Herausforderung nicht physischer Art. „Ich muss lernen", erklärt er, „mit den Einheimischen, die die Wüstenränder bevölkern, zu kommunizieren. Viele lebenswichtige Informationen über Wasserstellen sind vorher gar nicht verfügbar. Ich muss sie mir vor Ort erfragen.“ Dafür muss er die kulturellen Codes der Nomaden verinnerlichen – und „herausfinden, wo sich die einzelnen Familien aufhalten, ob sie etwas zu essen haben und mich aufnehmen könnten.“ Falls er sich nicht genügend Lebensmittel zusammenkaufen und trocknen kann, um eine Woche oder länger bis zur nächsten Ansiedlung zu überbrücken, geht er im Nirgendwo verloren. Er, den die Wüstenbewohner wegen seiner langen Haare und seinem Bart als unrein betrachten, ist ihrer Barmherzigkeit ausgeliefert. „Man ist einfach draußen. Weg.“

Schon in seiner Südtiroler Heimat ist Messner ein Fremdling. Dort gilt er als „Menschenfresser“, der zu aufrichtig freundschaftlichen Beziehungen gar nicht fähig sei, extrem auch darin, andere auszunutzen. Er könne gut motivieren, sagt er und räumt ein, dass seine Mitstreiter seinem Tempo oft nicht gewachsen sind. Spätestens, wenn er ein Projekt für ausgereizt hält und einem neuen Ziel nachjagt, fragen sie, was sie davon haben. „Na, nichts“, ruft Messner und grinst. „Ich habe ja auch nichts davon.“

Es gab in Messners Leben einmal den Punkt, da verließ er sich auf die Hilfsbereitschaft anderer: Felix Kuen und Peter Scholz, die am Nanga Parbat einen Tag nach den Messner-Brüdern zum Gipfel stiegen, hörten ihn von oben um Hilfe rufen. Als sie nachfragten: „Seid ihr okay?“, antwortete Messner: „Ja, alles in Ordnung.“ Doch es war nichts in Ordnung. Messner stand Todesängste um seinen höhenkranken Bruder aus. Trotzdem, vermerkte Expeditionsleiter Herrligkoffer irritiert, „macht er von der sich ihm bietenden Möglichkeit der Hilfe keinen Gebrauch“.

Ein Missverständnis? Oder Absicht? Wollte oder konnte sich der in seiner Eitelkeit gekränkte Youngster nicht die Blöße einer Notlage geben? Er sei so sicher gewesen, entgegnet Messner, dass die beiden nur seinetwegen gekommen waren. Da habe er sie nicht unnötig beunruhigen wollen. Zu spät sah er ein, dass sie nicht zu ihm hinaufklettern konnten und es auch nicht versuchen würden. Sie hatten wohl „einen Auftrag" zu erfüllen, mutmaßt Messner – Herrligkoffer habe Kuen und Scholz von Anfang an als Gipfel-Team favorisiert.

Es hat lange gedauert, bis Messner die Verantwortung für den Tod seines Bruders übernahm. Vor dem Münchner Landgericht reichte er zunächst Klage gegen Herrligkoffer wegen „fahrlässiger Tötung und unterlassener Hilfeleistung“ ein. Doch das Verfahren hätte ihn beinahe ruiniert, 1972 wurde es eingestellt. Auch heute sagt er nicht, dass er Schuld sei. Das wäre zu moralisch. Und Moral verzerrt bloß alles, lässt die Geschichte zweier Brüder wie eine Kain-und-Abel-Tragödie aussehen: Der Ältere „opfert“ seinen Bruder dem „eigenen bergsteigerischen Ehrgeiz“, wie Herrligkoffer befand. Der Vorwurf will bis heute nicht verstummen. Man traut ihm zu, dass er sich von Anfang an mit der ersten Überschreitung eines Achttausenders in die Geschichtsbücher habe einschreiben wollen.

Noch immer gerät Reinhold Messner in Rage, wenn er an diese Unterstellungen denkt. „Infam“, sagt er und lässt den Schlüsselbund auf den Stein knallen. Warum nur hält man ihn für so kaltblütig, über Leichen zu gehen? Er sei doch gar nicht ausgerüstet gewesen für ein solches Unternehmen. „Die vermeintlich bescheidenen, selbstlosen Bergsteiger hängen mir so zum Hals heraus“, kontert er. „Wenn einer irgendwo abstürzt oder neunzig Jahre alt wird, heißt es immer, er sei selbstlos und bescheiden gewesen. Ich verbitte mir, dass so etwas jemals über mich gesagt wird. Ich stelle die höchsten Ansprüche an mich selbst. Und ich lehne es ab, das alte Ideal der Spießbürger zu bedienen, das Bergsteiger allesamt für bergsüchtig erklärt. Sie sind anerkennungssüchtig.“ Jeder würde den anderen liegen lassen, wenn es hart auf hart kommt, fährt er fort. Wer etwas anderes behaupte, falle noch immer auf das „Nazi-Klischee“ vom heroischen Bergtod herein.

Vor zwei Jahren reiste er zum fünften Mal zum Nanga Parbat. Den Gipfel hat er nicht erreicht. Aber das war nicht so wichtig. Denn Messner wollte das Rätsel eines Verschollenen lösen, des Engländers Frederick Mummery, der 1895 an diesem Eckpfeiler des Himalaja-Massivs verschwand. „An den Achttausendern kann ich mich nur noch wiederholen“, sagt er. „Doch wer den Mut nicht zusammenbringt, etwas Neues zu wagen, verwirkt die Möglichkeit des Spielens in der Welt.“

Messner weiß, dass auf Berge zu klettern lächerlich ist. Und endlose Wüsten zu durchqueren, ist es erst recht. „Eine doppelte Negation, die die Sinnlosigkeit umkehrt“, triumphiert er. Auch wenn er nicht vorhabe, als Religionsstifter aus dem Sandreich zurückzukehren, „Sekten gibt es schon genug“. Das Gefühl des „Hinausgeschleudertseins in eine menschenfeindliche Umwelt“ hat er zu lange vermisst. Dafür wird sich der König sogar den Bart abnehmen.

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