Ägyptische Schätze : Köhler und Mubarak eröffnen Ausstellung

Bundespräsident Horst Köhler und der ägyptische Staatspräsident Husni Mubarak haben am Donnerstag in Berlin die neue Ausstellung über "Ägyptens versunkene Schätze" offiziell eröffnet. Besucher können die kostbaren Exponate von Samstag an bewundern.

Berlin - Die Schau im Martin-Gropius-Bau präsentiert erstmals öffentlich Fundstücke, die vor der ägyptischen Mittelmeerküste geborgen wurden. Sie waren einst bei Naturkatastrophen im Meer versunken. Die Ausstellung wird am Samstag für das Publikum geöffnet und bis zum 4. September gezeigt.

Der Intendant der Berliner Festspiele, Joachim Sartorius, würdigte die «generöse Geste» Ägyptens, die kostbaren Schätze in Berlin zu zeigen. Der Direktor der ägyptischen Antikenverwaltung, Zahi Hawass, sprach von «aufregenden kulturellen Beziehungen» zwischen Deutschland und Ägypten. Er betonte gleichzeitig, dass Ägyptens Schätze nicht allein seinem Land, sondern «der ganzen Welt» gehörten.

Bundespräsident Köhler sagte nach einem gemeinsamen Rundgang mit Mubarak durch die Ausstellung, die Kunstschätze zeigten erneut den Wert der unterschiedlichen Kulturen auf der Welt. Diese sollten dazu ermuntern, international «miteinander zu reden und aufeinander zuzugehen», um auch schwierige politische Probleme zu lösen. Die Ausstellung unterstreiche auch eindrucksvoll, «dass Berlin eine Kulturstadt ist».

Auf die Frage, ob er den ägyptischen Staatspräsidenten auch gerne zur Wiedereröffnung des Neuen Museums auf der Berliner Museumsinsel mit seiner ägyptischen Sammlung 2009 wiedersehen würde, sagte Köhler zur dpa: «Ja, natürlich, gerne, warum denn nicht.» Er fügte dann hinzu: «Aber das soll keine politische Aussage im Hinblick auf den Zeitraum sein.» Köhler wurde im Frühjahr 2004 für eine fünfjährige Amtszeit als Bundespräsident gewählt. (tso/dpa)

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