Kultur : Agrarpolitik: Bedeutungsverlust

In Deutschland ist wie in anderen Industrieländern die Bedeutung der Landwirtschaft für die Gesamtwirtschaft im Verlauf der letzten Jahrzehnte immer kleiner geworden. Nur noch 1,3 Prozent des Bruttosozialprodukts werden von knapp drei Prozent der Beschäftigten erwirtschaftet; vor 50 Jahren war es noch jede zwölfte Mark. Konnte 1950 ein Landwirt gerade zehn Deutsche ernähren, so sind es jetzt dank rapide gestiegener Produktivität zehn Mal so viele. Der Strukturwandel ging einher mit einem "Höfesterben", dem in jüngster Zeit Jahr für Jahr etwa 20 000 Betriebe zum Opfer fallen. Die Ökobauern wiederum haben rund 9000 Höfe. Sie erwirtschafteten aber trotz höherer Preise noch weniger als die traditionell geführten Betriebe.

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