Kultur : Agrarwende: Überproduktion stoppen, Qualität garantieren

Folgende Maßnahmen kündigte Renate Künast, Bundesministerin für Verbraucherschutz und Landwirtschaft, am Donnerstag in ihrer ersten Regierungserklärung an.

Abkehr von der Überproduktion: Weg von der Bestands- und Schlachtprämie hin zu Prämien für Bestandsverringerung und für umweltverträgliche Extensivierung.

Tierhaltung an den Boden koppeln, Förderung nur noch für Bauern, die nicht mehr als zwei Rinder pro Hektar halten. Einbeziehung von Ackerpflanzen in die Förderung, Abbau der Besserstellung von Silomais, Grünlandprämien.

Steigerung des Marktanteils des ökologischen Landbaus in zehn Jahren von derzeit etwa 2,5 Prozent auf 20 Prozent.

Einführung von zwei neuen Qualitätssiegeln - eines für Produkte aus dem ökologischen Landbau, eines für Produkte aus der konventionellen Landwirtschaft. Offene Deklaration und Positivliste für Futtermittel, um "gläserne Produktion" vom Stall bis zur Ladentheke zu erreichen.

Verschärfte Strafen bei vorsätzlicher Futtermittelverunreinigung.

Umsetzung der EU-Richtlinie für ein Stallbuch, um die Dokumentation der Bestände zu verbessern.

Verbannung der Antibiotika aus dem Tierfutter. Schaffung eines Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.

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