Kultur : Ai Weiwei: Große Schau in Berlin

In Berlin und Peking wird derzeit die weltweit wohl größte Ausstellung mit Werken des chinesischen Künstlers Ai Weiwei vorbereitet. Die Schau soll vom 3. April bis 7. Juli im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen sein. „Mehr als die Hälfte der Kunstwerke wird für die Berliner Ausstellung neu entstehen“, sagt Gereon Sievernich, der Direktor des Gropius-Baus. Die Installationen, Fotos und Videoarbeiten von Ai Weiwei werden im Erdgeschoss des Gropius-Baus präsentiert. „Für jeden Raum hat er sich eine eigene Komposition ausgedacht“, so Sievernich, der die Ausstellung gemeinsam mit Ai Weiwei plant: „Noch keines der Werke ist zuvor schon einmal in Deutschland gezeigt worden.“ Der Dissident lebt und arbeitet in Peking unter ständiger Überwachung. 2011 war Ai Weiwei monatelang inhaftiert gewesen. Offiziell wurden ihm Steuervergehen vorgeworfen. „Er hat sich irgendwann entschieden, sein ganzes Leben zum Kunstwerk zu machen“, erklärt Sievernich: „Das ist vielleicht der Weg für ihn, das überhaupt auszuhalten – indem er alles berichtet, fotografiert und filmt und die Ereignisse zum Teil seiner künstlerischen Arbeit macht. Er hat die These: So viel Öffentlichkeit wie möglich.“ Unklar ist, ob Ai Weiwei zur Eröffnung seiner Ausstellung nach Berlin kommen kann. Tsp/dpa

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