Kultur : Air Bud

Mein Kumpel hat PfotenIn eine andere Stadt umzuziehen, ist für Kinder in der Regel schon schwer genug.Der zwölfjährige Josh hat darüber hinaus kürzlich seinen Vater verloren, mit dem er immer Basketball spielte.Und seine Mutter hat gleich zwei Jobs, um die Miete bezahlen zu können.Dem zweiten Hauptdarsteller des Films geht es nicht besser.Der vierjährige Golden Retriever "Buddy", sprich "Kumpel", wird von seinem Besitzer mißhandelt und hat, nachdem er ausreißt, kein Dach über dem Kopf.Wie es der Zufall in "Air Bud - Ein Champion auf vier Pfoten" will, treffen sich die beiden und sind füreinander die beste Medizin.Buddy kann sogar Basketball spielen, ganz wie der Vater.In der Basketballmannschaft seiner neuen Schule darf Josh aber nicht mitmachen, nur Bälle holen und Hemden waschen.Dabei begegnet er dem Turnhallenwart Arthur Chaney (Bill Cobbs), der als junger Mann bei den "New York Knicks" spielte.Zwei Außenseiter - und wie das Märchen es will, arbeiten sie sich wohlverdient an die Spitze.Regisseur Charles M.Smith hat einen freundlichen Film gedreht und soziales Bewußtsein veranschaulicht, allerdings wirkt Josh in manchen Situationen ein bißchen arg schlau.Am beeindruckendsten aber ist, daß der Hund tatsächlich Basketball spielen kann.Ohne Spezialeffekte schubst er mit der Schnauze den Ball in den Korb.Allerdings ist er - Achtung: Moral! - ein echter Teamspieler.Er braucht eine Mannschaft, die ihm den Ball zuwirft.Dribbeln kann auch dieser Hund nicht, entweder er gibt ab, oder er macht einen Korb.Der Film, ein wenig glatt, läuft klar in Richtung Happy End, präsentiert aber durchaus auch ein paar Gags für Erwachsene.So will der böse Besitzer den Wunderhund "Air Bud" für eine Bierreklame an die Firma Budweiser verkaufen.Amüsant auch der Blick auf die Nachwuchsbasketballer: das ausgespuckte Kaugummi ihres "Chicago Bulls"-Idols Scottie Pippen tragen sie bei wichtigen Spielen schon mal als Talisman in der Socke (in elf Berliner Kinos). malo

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