Akademie der Künste : EU-Kulturkonferenz sucht europäische Werte

Am 1. und 2. Juni sucht die Akademie der Künste nach den Werten und kulturellen Herausforderungen eines geeinten Europas im 21. Jahrhundert.

Berlin - Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Akademiepräsident Klaus Staeck eröffnen am 1. Juni an der Berliner Akademie der Künste die kulturpolitische Konferenz "Perspektive Europa". Zu den Teilnehmern gehören unter anderem die Literaturnobelpreisträger Imre Kertész und Wole Soyinka, die Schriftstellerkollegen Carlos Fuentes, György Konrad und Ilija Trojanow, der brasilianische Musiker und Politiker Gilberto Gil, die Filmemacher Wim Wenders und Peter Lilienthal sowie der Schauspieler Mario Adorf.

Gefragt werden soll auf der zweitägigen Konferenz im Kontext der deutschen EU-Ratspräsidentschaft vor allem nach der Bedeutung der Kultur für die Entwicklung eines geeinten Europas und für welche Werte das Europa des 21. Jahrhunderts stehen soll. Eine andere Fragestellung lautet: "Wie gehen die Europäer mit Ängsten vor den östlichen Nachbarn oder gegenüber der islamischen Welt um?"

Kritische Selbstreflexion Europas

Die Akademie versteht sich dabei als "Plattform und Denkraum für den Dialog zwischen Kunst und Politik in Deutschland und Europa und darüber hinaus", um auch eine "europäische Nabelschau" zu überwinden. So habe der nigerianische Schriftsteller Soyinka schon früh "eine Revision der geistigen Traditionen der europäischen Aufklärung eingefordert, eine kritische Selbstreflexion Europas in Bezug auf die Zerstörung der kulturellen Selbstentwicklung des afrikanischen Kontinents". (tso/dpa)

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