Alben der Woche : Soundcheck

Jeden Freitag von 21 bis 23 Uhr reden vier Popkritiker auf Radio Eins über ihre CDs der Woche. Diesmal: Elvis Perkins, Debbie rockt, Recoil und Tuomo.

CD-NEUERSCHEINUNGEN

ROCK Debbie Rockt

Egal was ist (Sony BMG)

Tokio Hotel bekommen Konkurrenz von fünf jungen Frauen aus dem schwäbischen Reutlingen. Die nicht gecastete Band, die sich ihren Namen von einer Berliner Straßenmusikerin geliehen hat, macht eingängigen, polierten Poprock. Für die Teenie-Zielgruppe ist das sicher eine Bereicherung – und vielleicht, wer weiß, inspirieren die Debbies ja auch ein paar mehr Mädchen dazu, mal selbst zur E-Gitarre zu greifen. Nadine Lange, Tagesspiegel

Jeden Freitag zwischen 21 und 23 Uhr

reden vier Popkritiker auf Radio Eins über ihre CDs der Woche. Diesmal:

ELEKTRO Recoil

Subhuman (Labels)

Alan Wilders Musikprojekt zur Erhaltung der eigenen Psychohygiene wirkt wie aus einer längst vergangenen Zeit gefallen. Nach eigenem Bekunden musste der Ex-Depeche-Mode-Keyboarder erst die heute gängigen Studiotechnologien neu erlernen, um das fünfte Recoil-Album überhaupt produzieren zu können. Genutzt hat es wenig: Strukturell erinnert „Subhuman“ an unbefriedigende Crossover-Versuche der achtziger Jahre. Andreas Müller, Moderator

FUNK Tuomo

My Thing (XL)

Finnland als Funk-Land: Seit Jahren schon kommt aus dem kalten Norden warme Musik – und mit Tuomo jetzt eine mittlere Sensation. Der Keyboarder und Sänger mit Jazz-Background hat sich die besten Soul-Momente der frühen siebziger Jahre gegriffen und effektvoll ins Heute transportiert. Einziges, aber zu verkraftendes Manko des Albums „My Thing“: die wenig wandlungsfähige Stimme des Funk-Finnen.Peter Radszuhn, Radio Eins

FOLKROCK Elvis Perkins

Ash Wednesday (Jupiter)

Mit diesem Namen kann eigentlich wenig schiefgehen im Musikgeschäft: Elvis Perkins kommt aus den USA und macht Musik, die die Augen feucht werden lässt – und die Frage aufwirft, ob Musiker vor allem dann grandios sind, wenn sie schwere Schicksalsschläge hinter sich haben. So wie Perkins: Sein Vater starb an Aids, seine Mutter saß in einem der Flugzeuge, die das World Trade Center zerstörten.Elissa Hiersemann, Radio Eins

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